Kammerchor Aarau

"200 Jahre Charles Gounod" - Konzert des Kammerchor Aarau

Viktor Schmid
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„200 Jahre Charles Gounod“ - Konzert in der Stadtkirche Aarau

Gerne benutzt man für musikalische Projekte bestimmte Ereignisse oder Jubiläen als Ausgangslage für die Gestaltung von Konzertprogrammen. So geschehen auch für das Konzert „200 Jahre Charles Gounod“, welches der Kammerchor Aarau am 1. Juni 2018 in der Stadtkirche Aarau zur Aufführung gebracht hat.

Charles Gounod wurde im Jahre 1818 in Paris als Sohn eines Malers und einer Pianistin geboren. Den ersten Musikunterricht erhielt er schon früh von seiner Mutter. Später erhielt er Privatstunden bei Anton Reicha. Mit 18 Jahren trat er ins Pariser Konservatorium ein und begann sein Studium in Komposition. Gounod schrieb verschiedene Opern, einige hundert geistliche Lieder, viel religiöse Chormusik, Messen und Oratorien. Er schrieb auch einige Sinfonien und Streichquartette, was damals für einen Opernkomponisten eher ungewöhnlich war.

Im Konzert des Kammerchors war das „Requiem“ in C-Dur für Soli, Chor und Orgel zu hören.

Dieses Hauptwerk war eingebettet in drei kleine Kirchenwerke von César Franck, einem Zeitgenossen von Gounod sowie einem solistischen Orgelwerk desselben Komponisten.

Unter der Leitung des interimistisch wirkenden Chorleiters und Dirigenten Roland Fitzlaff, gelang es, den Soli, dem Chor und der Organistin, die Stimmung dieses bündigen, Programms der französischen Romantik, ausgezeichnet umzusetzen und zu einem genussvollen Konzertabend zu gestalten. Zahlreiche begeisterte Rückmeldungen von Konzertbesucherinnen/-besuchern gaben davon Zeugnis. Es war das Ergebnis der motivierenden und präzisen Vorbereitung des Chores und die ruhige, klare Dirigierweise von Roland Fitzlaff.

Nebst der Organistin Nadia Bacchetta, glänzte auch das Solistenensemble mit Seraina Perrenoud, Sopran, Liliane Glanzmann, Alt, Jakob Pilgram, Tenor und René Perler, Bass. Auch wenn den Soli in diesem Programm eine eher begleitende, unterstützende Funktion zukam, gefielen sie sowohl als Einzelstimmen, wie auch als Ensemble. Eine zentrale Rolle spielte die Organsitin Nadia Bacchetta, sowohl in ihrem anspruchsvollen begleitenden, als auch in ihrem solistischen Part („Prélude, Fugue et Variation“ von C. Franck). Absolut stilsicher und einfühlsam.

Viktor Schmid