Corona-Impfung
Lieferengpass bremst Impfkampagne: Der Bund versprach dem Kanton Thurgau 3000 Impfdosen mehr als bisher geliefert wurden

Seit Anfang Jahr wurden die Liefermengen des Pfizer-Impfstoffs an die Kantone mehrmals nach unten korrigiert. Die am 5. Januar 2021 kommunizierten Prognosen bis Ende Februar können daher wohl nicht eingehalten werden. Positiv ist hingegen, dass dank der Lieferung des zweiten Impfstoffs von Moderna weiterhin Impfungen möglich sind.

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Die Impfkampagne des Kantons Thurgau ist ins Stocken geraten. Nur dank dem zweiten Impfstoff von Moderna bleibt man einigermassen auf Kurs.

Die Impfkampagne des Kantons Thurgau ist ins Stocken geraten. Nur dank dem zweiten Impfstoff von Moderna bleibt man einigermassen auf Kurs.

Bild: Kevin Roth

(SK/mlb) Am 5. Januar 2021 kommunizierte der Kanton Thurgau, dass bis Ende Februar 20'000 Impfungen von Pfizer zur Verfügung stehen. Diese Angaben basierten auf den zugesagten Liefermengen des Bundes, die sich nun als zu optimistisch erwiesen haben. In den letzten Tagen wurden die Pfizer-Lieferungen an die Kantone mehrmals nach unten korrigiert, weil der Bund weniger Impfstoff erhält, wie der Fachstab Pandemie Kanton Thurgau mitteilt.

Darüber hinaus geht der Bund seit dieser Woche von sechs Impfdosen pro Ampulle aus, obwohl bisher fünf als Standard galten. In der Mitteilung heisst es weiter:

«Der Fachstab wird aus diesen Gründen ab sofort nur noch effektiv eingegangene Impfmengen kommunizieren und keine Zusagen des Bundes mehr.»

Stand heute wurden 8775 Impfungen an den Kanton Thurgau geliefert (anstelle der per Ende 2020 versprochenen 11'710). Daher hat der Fachstab die Terminvergabe der Pfizer-Impfungen im Februar drosseln müssen. So ist sichergestellt, dass alle für zwei Termine angemeldeten Personen auch einen Impfstoff zur Verfügung haben.

Zweiter Impfstoff entspannt Situation

Positiv zu werten ist hingegen der Umstand, dass es mit der Zulassung des zweiten Impfstoffs von Moderna eine Alternative gibt. Aktuell sind 6300 Impfdosen von Moderna im Thurgau eingegangen. Damit kann die Impfkampagne nach wie vor vorangetrieben werden. Parallel dazu laufen die Abklärungen aufgrund der geänderten Verfügbarkeit, ob und wie viel Impfstoff an Hausärzte und Apotheken für Impfungen weitergegeben werden kann.

Der Fachstab kalkuliert die Impftermine jeweils so, dass die zweite Dosis vorgehalten wird, um sicherzustellen, dass bei Lieferengpässen auch alle Geimpften eine Zweitimpfung erhalten. Ausserdem wird gewährleistet, dass die Zweitimpfung mit dem gleichen Impfstoff erfolgt wie die Erstimpfung.

Anmeldungen nur noch via Webseite

Die Nachfrage ist nach wie vor hoch, teilt der kantonale Fachstab Pandemie mit. Im Communiqué heisst es:

«Die Impftermine im kantonalen Covid-19-Impfzentrum in Frauenfeld sind bis Anfang Februar praktisch ausgebucht.»

Anmeldungen sind nur noch über die Anmeldeplattform «ImpfMi» möglich, nicht mehr über die Hausärztinnen und Hausärzte. Nach wie vor können sich aber ausschliesslich Personen ab 75 Jahren sowie Personen, die einen schweren Verlauf befürchten müssen, anmelden. Der Kanton will die Bevölkerung informieren, sobald weitere Personengruppen gemäss der Impfstrategie des Bundes zur Impfung zugelassen werden können, und dankt für die Geduld.

Weitere Informationen zum Impfen gegen Covid-19 sind auf der Homepage des kantonalen Amts für Gesundheit sowie im Fachdossier Corona aufgeschaltet.