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Zwischen Elend und Chaos - das sind die wichtigsten Geschichten dieses Fussballwochenendes

Knall beim FC Bayern München nach 1:5 in Frankfurt, Arsenal und die Zeit nach dem Xhaka-Eklat – und auch der FC Sion sucht wieder einmal einen Trainer.
Etienne Wuillemin

Es war ein denkwürdiges Fussballspiel, dieses 5:1 von Eintracht Frankfurt gegen Bayern München. Für die einen war es ein zauberhafter Fussballnachmittag. Für die anderen eine beispiellose Demütigung.

Eine Demütigung, die am Sonntagabend ein prominentes Opfer forderte. Niko Kovac wurde als Bayern-Trainer entlassen. Zunächst schien es, als würde der Trainer noch einmal eine letzte Gnadenfrist erhalten. Als dürfe er die Münchner beim anstehenden Showdown gegen Borussia Dortmund am nächsten Samstag noch coachen. Kurz vor 21 Uhr bestätigte der Verein aber die Trennung.

Rummenigge: «Es bestand Handlungsbedarf»

Niko Kovac selbst behielt auch in der Niederlage Stil. Er sagt: «Ich denke, dass dies zum jetzigen Zeitpunkt die richtige Entscheidung für den Klub ist. Die Ergebnisse und auch die Art und Weise, wie wir zuletzt gespielt haben, haben mich zu diesem Entschluss kommen lassen.»

Von der Bayern-Chefetage sprach der Vorsitzende Karl-Heinz Rummenigge. «Die Leistungen in den vergangenen ­Wochen und auch die Resultate haben uns ­gezeigt, dass Handlungsbedarf bestand.» Der Rückhalt von ­Kovac in der Mannschaft wurde zuletzt von Tag zu Tag kleiner. Aufhorchen liess vor allem die Aussage von Manuel Neuer nach dem Spiel in Frankfurt, ­wonach das 1:5 «kein riesiges Wunder» sei, sondern «sich ­angebahnt» habe.

Überragender Frankfurt-Schweizer

Für Djibril Sow dagegen war das 5:1 gegen die Bayern am Samstag das wohl wichtigste Erlebnis seiner noch jungen Karriere. Der 22-Jährige bot eine herausragende Leistung. Der Lohn: Sein erstes Tor für Frankfurt. Überdies leitete er auch noch das 1:0 ein.

Zu Beginn der Saison war Sow noch verletzt. Nach seiner Rückkehr aber hat er sich ohne Mühe als Stammspieler etabliert. Auf imponierende Art und Weise. Es ist sicher kein Nachteil, dass er Frankfurts Trainer Adi Hütter, seinen einstigen ­Förderer bei YB, gut kennt. Macht Sow so weiter, wird er eher früher als später Stammspieler im Nationalteam.

Djibril Sow brillierte gegen Frankfurt und erzielte dabei das 2:0 (Bild: Keystone)

Djibril Sow brillierte gegen Frankfurt und erzielte dabei das 2:0 (Bild: Keystone)

Arsenal auch ohne Captain Xhaka miserabel

Wie angekündigt, verzichtete Arsenal-Trainer Unai Emery am Samstag auf Granit Xhaka. Nur: Besser lief es den Gunners auch ohne ihren Captain nicht. Das 1:1 gegen Wolverhampton war bereits das dritte Spiel in Serie ohne Sieg – immer gegen vermeintliche Aussenseiter. Arsenals Leistung war gar noch schlechter als das Resultat.

Der Druck auf Emery nimmt zu. Sein Zögern in der Causa Xhaka wird ihm in England als Schwäche ausgelegt. Anstatt seinen Captain zu stützen, lässt er ihn allein. Bereits geistert in London der Name José Mourinho herum. Arsenal versuchte hektisch zu dementieren. Wann Xhaka wieder spielt, ist offen. Die Chancen, dass er Captain bleibt, sinken derweil. Emery liess durchblicken, dass er sich vorstellen kann, Pierre Emerick Aubameyang zum neuen Spielerführer zu ernennen.

Pierre Emerick Aubameyang: Wird er der Nachfolger von Granit Xhaka als Captain bei Arsenal? (Bild: Keystone)

Pierre Emerick Aubameyang: Wird er der Nachfolger von Granit Xhaka als Captain bei Arsenal? (Bild: Keystone)

Stéphane Henchoz verzichtet mit Rücktritt auf viel Lohn

Es war Ende September, der FC Sion hatte mit Stéphane Henchoz das fünfte Super-League-Spiel am Stück gewonnen, und man fragte sich: Ist im Wallis tatsächlich der ­Moment der Erlösung gekommen?

Sechs Wochen und sechs sieglose Spiele in Serie (davon fünf Niederlagen) später ist klar: Nein, es ist alles wie immer. Mit Henchoz ist der nächste Trainer Geschichte, der 44. seit 2003 und dem Beginn von Christian Constantins zweiter Amtszeit als Präsident. Wie vor kurzem Valon Behrami geht auch Henchoz freiwillig und verzichtet damit auf den Lohn, der ihm bis 2021 zugestanden wäre. Es sei, schreibt der Klub in einer Mitteilung, dem «guten Verhältnis mit dem Walliser Klub und dessen Präsidenten geschuldet». Wahrscheinlich ist Henchoz indes mit seiner Entscheidung einer Entlassung zuvorgekommen.

Ernüchterung pur bei Stéphane Henchoz: Er ist nicht mehr Trainer beim FC Sion. (Bild: Keystone)

Ernüchterung pur bei Stéphane Henchoz: Er ist nicht mehr Trainer beim FC Sion. (Bild: Keystone)

Seine Abschiedsworte sind durchaus bemerkenswert: «Ich hoffe, dass der FC Sion einen positiven Verlauf der Saison erlebt und dass mein Entscheid das Team aufweckt. Ich würde mir wünschen, dass die Spieler sich ihres Glücks bewusst werden, das sie haben, weil sie Fussballer sein können.» Die Worte sind die jüngste Bestätigung für das Chaos und das miserable Arbeitsklima im Wallis, das schon Valon Behrami und Ex-Trainer Murat Yakin ansprachen.

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