Kommentar

Zweiter Tag, zweite Enttäuschung: Nur Schweizer Trainer können jubeln

Der Kanadier Erik Guay gewinnt den WM Super G. Der Norweger Kjetil Jansrud holt Silber. Bronze geht an Manuel Osborne-Paradis, auch er Kanadier. Alle drei werden von Schweizer Trainern betreut. Die Schweizer Fahrer enttäuschen. Nur Janka schafft es in die Top Ten.

Etienne Wuillemin
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Erik Guay gewinnt den WM-Super-G. Der Kanadier wird vom Schweizer Trainer Martin Rufener trainiert.

Erik Guay gewinnt den WM-Super-G. Der Kanadier wird vom Schweizer Trainer Martin Rufener trainiert.

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Die Schweizer siegen überlegen! Das ist das Fazit des Super G der Männer. Der kleine Haken: Es sind nicht die Fahrer, die jubeln. Sondern die Trainer – und zwar jene, die im Ausland arbeiten.

Der Schweizer Martin Rufener trainiert das kanadische Team. Erik Guay gewinnt Gold, Manuel Osborne-Paradis Bronze. Der Schweizer Reto Nydegger trainiert das norwegische Team. Kjetil Jansrud gewinnt Silber. Aleksander Aamodt Kilde wird Vierter. Es ist ein Wundertag für die Schweizer Trainer!

Erik Guay gewinnt völlig überraschend den Super-G der Männer in St. Moritz.
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Kjetil Jansrud aus Norwegen schafft es auf den zweiten Platz.
Der Kanadier Manuel Osborne-Paradis jubelt über seinen überragenden dritten Platz.
Der Norweger Aleksander Kilde reagiert auf seine zwischenzeitige Podiumsplatzierung. Im späteren Rennverlauf fällt der Norweger allerdings zurück.
Carlo Janka ist im Super G der beste Schweizer (8. Platz).
Enttäuscht: Beat Feuz muss seinen Medaillen-Traum begraben.
Beat Feuz fährt solid, aber nicht brillant. Er verpasst die Medaillen.
Sichtlich enttäuscht: Mauro Caviezel schafft es knapp in die Top 20.
Patrick Küng fällt sogar auf den 22. Platz zurück.
Vincent Kriechmayr lag lange vorne, wurde dann aber von den Norwegern, und schlussendlich dann von Guay entthront.
Der Österreicher Kriechmayr jubelte im Ziel über seine gute Fahrt.
Vincent Kriechmayr aus Österreich.
Der Franzose Adrien Theaux während dem Super-G von St. Moritz.
Marcel Hirscher konnte auch nicht überzeugen.
Der Deutsche Josef Ferstl während dem Super-G von St. Moritz.
Max Franz aus Österreich im Sprung während dem Super-G von St. Moritz.

Erik Guay gewinnt völlig überraschend den Super-G der Männer in St. Moritz.

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Und die Schweizer Athleten? Das Rennen endet ohne Coup. Die leisen bis lauten Hoffnungen, die Beat Feuz und Carlo Janka im Vorfeld verströmten waren vergebens. Nun dominieren die Enttäuschungen. Janka wird als bester Schweizer Achter. Alle anderen verpassen die Top Ten. Das ist bescheiden.

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Nun gilt es, den Fokus sofort auf die Abfahrt vom Samstag zu legen. Obwohl es heute mit der Medaille nicht klappte, gilt: Die Schweiz darf dem Höhepunkt dieser Heim-WM zuversichtlich entgegen blicken.

Der dritte Tag in St. Moritz:

Die Medaillengewinner des Super-G auf einen Blick: Kjetil Jansrud, Erik Guay und Manuel Osborne-Paradis.
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Erik Guay küsst seine Goldmedaille.
Enttäuscht: Carlo Janka gibt nach dem Rennen den Medienschaffenden Auskunft.
Die Fans während des Super G der Männer.
Der Kanadier Erik Guay bejubelt seinen zweiten WM-Titel.
Carlo Janka ist im Super G der beste Schweizer (8. Platz).
Das schmerzverzerrte Gesicht von Thomas Biesemeyer nach seinem Sturz.
Die Schweizer Fans erschienen zahlreich beim Super-G der Männer.
Die Österreicherin Mirjam Puchner musste nach einem Sturz mit dem Helikopter abtransportiert werden.
Lara Gut beendete das Training auf dem dritten Platz. Teamkollegin Fabienne Suter wurde Zweite.
Die Frauen absolvierten heute ihr erstes Abfahrtstraining.

Die Medaillengewinner des Super-G auf einen Blick: Kjetil Jansrud, Erik Guay und Manuel Osborne-Paradis.

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