Zweite 0:5-Niederlage in Serie

In der NLB-Qualifikation bleibt Hockey Thurgau auf Talfahrt. Die Ostschweizer verlieren zum zweitenmal innerhalb von 45 Stunden ein Heimspiel mit 0:5-Toren. Dagegen kehrt Olten auf die Siegerstrasse zurück.

Markus Rutishauser
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EISHOCKEY. Erstmals in dieser Saison waren einige Pfiffe in der Güttingersreuti zu hören. Nicht wenige der nur 730 Zuschauer hatten das Stadion bereits vor der Schlusssirene enttäuscht verlassen. Der Auftritt der Thurgauer nur 45 Stunden nach dem 0:5 gegen Langenthal war wiederum ernüchternd. Insbesondere in der Offensive liess das Team von Headcoach Christian Weber nahezu alle Tugenden vermissen, welche den Erfolg ausmachen. Dass Hockey Thurgau mit 0:5 gegen ein Olten unterging, das seine schwierige sportliche Lage keinesfalls überspielen konnte, sagt einiges zum aktuellem Formstand der Ostschweizer. In den Fokus der Kritik rücken immer mehr die beiden Amerikaner Derek Damon und Danny Irmen oder auch der Ex-Internationale Adrian Wichser. Seit dem starken Auftritt beim 6:1-Auswärtssieg bei den GCK Lions vom 13. November haben die drei Teamleader in nunmehr bereits vier Partien keinen einzigen Skorerpunkt mehr realisiert.

In 240 Spielminuten nur ein Tor

Dieses Problem hat jedoch auch der Rest der Thurgauer. In den vergangenen 240 Spielminuten hat einzig Alain Bahar beim 1:4 in Langnau getroffen. Weil sich am Samstag der HC Ajoie in Küsnacht im Penaltyschiessen durchsetzte, ist der Rückstand der Thurgauer auf Platz acht auf vier Punkte angewachsen. Auf die siebtplazierten GCK Lions sind es bereits neun Zähler. Der nächste Gegner heisst zweimal Martigny. Am Dienstag messen sich die Thurgauer auswärts mit dem heimstarken Tabellenzweiten, am Donnerstag gastieren die Walliser in Weinfelden.

Früher Gegentreffer

Einmal mehr geriet Thurgau früh in Rückstand. Bereits nach 61 Sekunden profitierte Oltens Topskorer Marco Truttmann vom ungenügenden Abwehrverhalten von Michael Roos und Derek Damon und bezwang Keeper Janick Schwendener. Zwar agierte die Weber-Truppe in einer spielerisch eher bescheidenen Partie meistens auf Augenhöhe mit den Solothurnern, doch viele gute Chancen konnte sie sich selbst in Überzahl nicht erarbeiten. Bei Olten stimmte zumindest die Effizienz . Philipp Wüst erhöhte nach einem Puckverlust der Thurgauer an der offensiven blauen Linie zum 0:2 (29.) und Adrian Brunner doppelte sechs Minuten später nach. Weil die Thurgauer selbst eine siebenminütige Strafe gegen Oltens Sami El Assaoui für einen Kopfstoss an Toms Andersons (38.) nicht zu nützen verstanden, zeichnete sich die vierte Niederlage in Folge früh ab. Nochmals Brunner in der 47. Minute und Codey Burki 22 Sekunden vor Schluss waren am Ende für das deutliche Verdikt verantwortlich.