Volleyball

Zwei überzeugende Siege für den NLA-Leader Volley Amriswil

Nach zwei schwächeren Spielen zeigte sich das Team von Marko Klok gegen Schönenwerd und Traktor Basel von seiner besten Seite.

Bernhard Windler
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Die Amriswiler Radisa Stevanovic (vorne) und Thomas Zass gegen Schönenwerds Redjo Koçi (links).

Die Amriswiler Radisa Stevanovic (vorne) und Thomas Zass gegen Schönenwerds Redjo Koçi (links).

Bild: Mario Gaccioli

In der Startformation der Gastgeber ersetzte in der ersten Partie der junge Passeur Mathis Jucker den nominellen Stammzuspieler Dima Filippov, dem eine Brustkorbprellung zu schaffen macht. Radisa Stevanovic und Luca Müller erhielten den Vorzug gegenüber Alex Lengweiler und Ramon Diem.

Während des ersten Satzes lieferten sich die beiden Kontrahenten ein fast lupenreines Side-out-Spiel. 8:7 stand es beim ersten Time-out, 16:14 beim zweiten. Zu Beginn der Money Time war es der Schönenwerder Luca Ulrich, der zwei Bälle in Folge verschlug und die Amriswiler 20:17 in Führung gehen liess. Diese Dreipunkte-Führung hielt bis zum Satzende an.

Thomas Zass Mann des Spiels

Im zweiten Satz übernahmen die Thurgauer erneut das Zepter und gingen mit 8:5 in Führung. Doch plötzlich besannen sich die Solothurner eines Besseren und wie aus dem Nichts punkteten sie fünfmal in Folge. Das Aufbäumen hatte einen Namen: Redjo Koçi. Viermal skorte der albanische Internationale.

Wer nun gedacht hätte, dass diese Kehrtwende die Amriswiler nervös machen würde, der hatte nicht mit Thomas Zass gerechnet. In der Fortsetzung der Partie avancierte der österreichische Internationale zum unangefochtenen Mann des Spiels.

Neunmal kam er nach Satzmitte zum Service und lehrte mit seinen Hammeraufschlägen die Leute von Schönenwerd das Fürchten. Der Satz ging mit 25:14 zu Ende; die Amriswiler hatten die letzten 19 Punkte mit 16:3 für sich entschieden.

Gästetrainer setzt Ersatzspieler ein

Der dritte Satz entwickelte sich analog zum zweiten. Als die Amriswiler 8:4 führten, erkannte der Gästecoach, dass für sein Team wohl kaum mehr etwas zu holen sein würde. Er liess anstelle einiger enttäuschender Stammkräfte mehrere Ersatzspieler auflaufen, welche es gegen die entfesselten Amriswiler aber schwer hatten.

Immer wieder glänzte Diagonalangreifer Thomas Zass, aber auch Björn Höhne gefiel mit variantenreichem Spiel. Quentin Zeller zeigte sich im Vergleich zur Vorwoche ebenfalls stark verbessert.

In einem vorgezogenen Spiel setzte sich der Leader im Sonntagsspiel gegen den Tabellenletzten Traktor Basel klar durch. Obwohl Coach Marko Klok sein Team komplett umbaute, gerieten die Amriswiler nur im dritten Satz in leise Gefahr, einen Satz abgeben zu müssen.

Während weiter Teile des Spiels agierten mit Quentin Zeller und Mathis Jucker nur gerade zwei Spieler, die am Tag zuvor auch im Einsatz standen. Zeller war es denn auch, der mit einer traumhaften Angriffsquote von 83 Prozent herausstach, aber auch die beiden anderen Hauptangreifer Julian Weisigk mit 63 Prozent und Edvarts Buivids mit 54 Prozent konnten überzeugen.

Deutlicher Vorsprung für Amriswil


(bw) Drei Runden vor Schluss der Qualifikation liegt Amriswil mit fünf Punkten Vorsprung gegenüber Chênois an der Tabellenspitze. Näfels, aktuell auf Rang drei klassiert, hat schon 13 Punkte Rückstand. Laut regulärem Spielplan würde die Meisterschaft wegen der EM-Qualifikation bis zum 23. Januar ruhen. Weil diese aber auf die Zeit nach Meisterschaftsschluss verschoben wurde, nutzen verschiedene Teams die Zeit, um coronabedingte Nachholpartien auszutragen. So spielt Amriswil am 20. Januar auswärts gegen Jona, ehe auf den 23. Januar das Spitzenspiel gegen Chênois in der heimischen Tellenfeldhalle angesetzt ist. Eine Woche später spielen die Oberthurgauer ihren Cup-Viertelfinal in Schönenwerd, ehe die letzte Qualifikationsrunde mit dem Gastspiel in Luzern ansteht.