Zwei OL-Läufer als Überflieger

Heute findet die Nacht des Wiler Sports statt, bei der herausragende Sportler des letzten Jahres geehrt werden. Zu den nominierten gehören mit Martin Hubmann und Laurin Imhof auch zwei Hinterthurgauer.

Benjamin Müller
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OL. Weltmeister, Studenten-Weltmeister und Top-Plazierungen an den Europameisterschaften sowie mehrfacher Schweizer Meister: Das sind die Erfolge im Jahr 2014 der beiden OL-Athleten Martin Hubmann (Eschlikon) und Laurin Imhof (Balterswil), welche beide für die OL Regio Wil starten. Die beiden Hinterthurgauer sind für den Sportler respektive Nachwuchssportler des Jahres 2014 der IG Wiler Sportvereine nominiert. An der Nacht des Wiler Sportes stehen sie heute zur Wahl.

Erster Weltmeistertitel

Martin Hubmann, der 25jährige Bauingenieur-Student aus Eschlikon, konnte diese Saison richtig durchstarten. Die nationale OL-Saison begann mit dem Sieg in der Nacht-OL-Schweizer Meisterschaft Ende März perfekt. Diesen Schwung konnte Hubmann an die EM nach Portugal mitnehmen. Mit dem dritten Platz im Sprint gewann er seine erste Medaille bei Titelkämpfen auf internationalem Niveau. Mit der Staffel reichte es trotz eines regelrechten Schlussfurioso von Hubmann «nur» für den vierten Platz.

Bald schon stand die Weltmeisterschaft in Italien an. Hubmann konnte jedoch wegen einer Verletzung nur an zwei Sprint-Wettkämpfen antreten. Nach dem 10. Platz im Sprint wurde er mit der Mixed-Sprint-Staffel erstmals Weltmeister. Komplettiert wurde die erfolgreiche internationale Saison mit dem Gewinn von zwei Goldmedaillen und einer Bronzemedaille an der Studenten-WM.

Jagd nach SM-Titel

Ebenfalls auf eine sehr erfolgreiche Saison kann Laurin Imhof zurückblicken. Der 14jährige Balterswiler konnte vier der sechs Schweizer Meisterschaften in der Kategorie Herren 14 gewinnen. Auftakt zur Titeljagd machte, wie bei Hubmann, die Nacht-OL–Schweizer Meisterschaft, bei der Imhof zwei Sekunden auf den Zweitplazierten herausholen konnte und gewann. An den SM im Sprint-OL reihte er sich ebenfalls zuvorderst ein. Dass Imhof auch ein guter Teamplayer ist, zeigt sich an den beiden anderen Titeln. Im Staffel-OL und dem Team-OL gelangen ihm und seinem Team beide Male ein Sieg.

Auch die internationale Konkurrenz braucht Imhof nicht zu scheuen. Das zeigte sich an der Swiss Orienteering Week in Zermatt. Nach sechs Wettkämpfen belegte er den dritten Rang im Schlussklassement. Dank guten Leistungen wurde Imhof in der nationalen Jahrespunkte-Wertung Dritter. «2014 war bis anhin mein bestes OL-Jahr.»

Wichtige Unterstützung

Für diese Erfolge bedarf es unzähliger Trainingsstunden und Freude am Sport. Dies merkt vor allem Hubmann, der Sport und Studium unter einen Hut bringen muss: «Ich kann nicht in beides 100 Prozent investieren.» Ein starkes Umfeld, das ihn unterstützt, ist deshalb wichtig. «Viele Planungssitzungen mit meinem Trainer Kilian Imhof, die Fans, welche mich immer zu Höchstleistungen motivieren und die finanzielle Unterstützung der Sponsoren sind unglaublich wertvoll», meint Hubmann. Auch Laurin Imhof kann auf professionelle Unterstützung bauen. Er ist Mitglied im OL-Nachwuchskader Nordostschweiz, und so wie es der Zufall will, ist Kilian Imhof, der Trainer von Hubmann, Laurin Imhofs Vater.