Zwei Neulinge als Aufsteiger

Fussball. Der USV Eschen-Mauren spielte seine Favoritenrolle perfekt und steigt in die 1. Liga auf. Der Aufstieg wird auch ein Neuanfang: Das Trainerduo Jäger/Papec muss gehen, Uwe Wegmann kommt.

Beni Bruggmann
Drucken
Teilen

«Das Trainerduo Roland Jäger/ Kruno Papec hat die Zielsetzung erfüllt», steht auf der Eschener Homepage, «aber der Verein findet die Doppelbesetzung des Trainerpostens nicht ideal.» Nach dem erfolglosen Anlauf von Didi Metzler im vergangenen Jahr hat nun der in Diepoldsau wohnhafte Rheintaler Roland Jäger mit Eschen-Mauren den Aufstieg in die 1. Liga geschafft, aber die Früchte der Trainerarbeit darf er nicht ernten. In der kommenden Saison steht Uwe Wegmann, 44jährig und früher Bundesligaspieler bei Bochum und Kaiserslautern, an der Seitenlinie. Er ist bekannter als Jäger und er hat im Fürstentum Liechtenstein einen guten Namen, ist er doch mit Vaduz im Jahr 2001 in die damalige NLB aufgestiegen.

Nur eine kurze Baisse

Der USV Eschen-Mauren hatte nach schwierigem Start bald einmal die Tabellenspitze erobert und den Wintermeistertitel geholt. Als es in den ersten Spielen dieses Jahres gegen die Verfolger Freienbach und Chur zwei Zu-Null-Niederlagen absetzte, wankte der Favorit. Aber die Baisse ging vorüber. Am Schluss hatte Eschen-Mauren acht Punkte Vorsprung auf Freienbach und Chur.

Mit Bassersdorf und Glarus steigen zwei Mannschaften nach nur einem Jahr in dieser Liga wieder ab, während die anderen beiden Neulinge Arbon und Wädenswil den Ligaerhalt geschafft haben. Dritter Absteiger ist Altstätten. Die Rheintaler bewegten sich lange im Mittelfeld, doch die junge Mannschaft hatte zu wenig Routine, um in der Liga zu bleiben. Kein Wunder, denn vor der Saison ging mit Erik Regtop (zu Montlingen) und Christian Städler (zu Brühl) das Sturmduo weg, das die meisten Tore erzielt hatte.

Nicht mehr die Nummer eins

Ersetzt werden die beiden Ostschweizer Absteiger Altstätten und Glarus durch absolute Neulinge, nämlich Diepoldsau-Schmitter mit Trainer Roman Hafner und Linth 04 mit Trainer Gordan Culum. Und das ist aussergewöhnlich: Sowohl Glarus als auch Altstätten waren in ihren Regionen jahrelang die Nummer eins, beide auch einmal in der NLB. Aber ab der nächsten Saison heisst die Glarner Nummer eins Linth 04, und im Rheintal ist es weder Altstätten noch Widnau noch St. Margrethen – alle waren schon einmal in der 2. Liga interregional – sondern eben Diepoldsau, das erstmals ganz ins Rheintaler Rampenlicht tritt.

Experiment Yakin nicht geglückt

Brühl zeigte die traditionell gute Rückrunde, welche – wie jedes Jahr – Hoffnungen auf die neue Saison weckt; Bazenheid und Arbon schafften mit ihren jungen Teams den Ligaerhalt zwar nicht ohne Probleme, aber letztlich dennoch sicher.

Frauenfeld holte auf die Rückrunde für eine halbe Saison Murat Yakin an Stelle von Yannick Schwéry. Was dieses Experiment dem Verein gebracht hat, bleibt offen. Die Statistik allerdings gibt eine deutliche Antwort: Vorrunde mit Schwéry 20 Punkte, Rückrunde mit Yakin 11 Punkte – Experiment missglückt.

Aktuelle Nachrichten