Zwei Chancen auf Revanche

Die beiden letzten im Cup verbliebenen Ostschweizer Clubs erhalten für die Achtelfinals Heimspiele zugelost. St. Gallen trifft zu Hause auf Ligakonkurrent Aarau, Brühl empfängt den Super-League-Vertreter Lausanne-Sport.

Daniel Walt
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FUSSBALL. Der FC St. Gallen und der SC Brühl können sich im Schweizer Cup nicht über fehlendes Losglück beklagen. Beiden Teams wurden für die Achtelfinals Heimspiele zugelost. Und beide Mannschaften erhielten aus ihrer Sicht attraktive Gegner zugeteilt, die in Reichweite erscheinen. Gespielt wird am Wochenende des 9./10. November.

Nachdem der FC St. Gallen am vergangenen Wochenende auswärts das Challenge-League-Team von Lugano besiegt hat, bekommt er es nun mit einem Vertreter aus derselben Spielklasse zu tun. Die Ostschweizer empfangen in der AFG Arena den FC Aarau. Die Affiche weckt Erinnerungen: Im Herbst 2008 empfing der FC St. Gallen, damals noch in der Challenge League, im Sechzehntelfinal den Super-League-Club aus dem Mittelland – und bezwang ihn nach Toren von Philipp Muntwiler und Moustapha Dabo mit 2:0. Überschattet wurde das Spiel von Ausschreitungen, zu denen es im Vorfeld der Partie vor der AFG Arena gekommen war.

Niederlage im Brügglifeld

Weniger gute Erinnerungen haben die St. Galler an ihren Auftritt im Cup-Achtelfinal Anfang dieses Jahres in Aarau: Dieses Mal war St. Gallen der Super-League-Verein und Aarau unterklassig – und auch dieses Mal setzte sich der Aussenseiter mit 2:0 durch. Das Spiel auf dem Brügglifeld, das im Dezember wegen unbespielbaren Terrains noch hatte verschoben werden müssen, wurde erst in der Verlängerung entschieden. Es trafen für die Aarauer Sven Lüscher und ausgerechnet der frühere St. Galler David Marazzi. Anfang November erhält St. Gallen die Chance, sich zu revanchieren.

Ebenfalls zu einem Heimspiel kommt im Achtelfinal Brühl, sozusagen als Belohnung für den Sieg gegen den Challenge-League-Verein FC Schaffhausen. Die St. Galler empfangen Lausanne-Sport, den Tabellenletzten aus der Super League. Auch diese Partie hat eine Vorgeschichte: Im Dezember kam es im Achtelfinal zur selben Paarung im Cup. Die oberklassigen Gäste gewannen mit 3:1 gegen den St. Galler Stadtverein aus der 1. Liga Promotion. Samel Sabanovic hatte für das Team von Erik Regtop nach zwei frühen Lausanner Toren verkürzt, in der Schlussminute entschieden die Gäste die Partie aber definitiv.

Erinnerungen an Schneemassen

Trotz der Niederlage heimsten die Ostschweizer für ihre Leistung viel Lob ein – und ein noch grösseres galt den Helferinnen und Helfern: Sie hatten den Rasen des Paul-Grüninger-Stadions von den Schneemassen befreit, damit überhaupt gespielt werden konnte.

Titelverteidiger Grasshoppers und Meister Basel bekommen es im Achtelfinal mit 1.-Liga-Clubs zu tun. Die Grasshoppers treffen auf Köniz, das in der vergangenen Saison in den Achtelfinals schlechte Erfahrungen mit Profis aus Zürich gemacht hat. Die Berner waren dem FC Zürich 1:5 unterlegen. Der FC Basel, der sich bisher schwer getan und gegen Old Boys und Münsingen nur 1:0 gewonnen hat, spielt nun in Tuggen. Gegen die Schwyzer ist Basel im Cup noch nie angetreten. In der Meisterschaft der 1. Liga Promotion ist der Nachwuchs der Basler gegen Tuggen Anfang August über ein 2:2 nicht hinausgekommen.

Baden, der einzige verbliebene Vertreter aus der vierthöchsten Spielklasse, der 1. Liga Classic, empfängt den FC Zürich. Letztmals hat es diese Begegnung im Cup vor 30 Jahren gegeben. 1983/84, damals noch auf dem alten Sportplatz Scharten, hatte der FC Zürich mit 3:1 gewonnen.