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Zwei Brüder, ein Ziel

Daniel und Martin Hubmann bestreiten derzeit die Nordic Orienteering Tour. Im schwedischen Sigtuna bezwingt Martin seinen Bruder im Halbfinal und wird Fünfter. Die Thurgauer dürfen auf einen Start an der WM in Finnland hoffen.
Urs Huwyler
Zwei Brüder wollen die Schweiz an der OL-WM vertreten: Der 24jährige Martin und der 30jährige Daniel Hubmann (rechts). (Bild: Coralie Wenger)

Zwei Brüder wollen die Schweiz an der OL-WM vertreten: Der 24jährige Martin und der 30jährige Daniel Hubmann (rechts). (Bild: Coralie Wenger)

ORIENTIERUNGSLAUF. Daniel Hubmann aus Eschlikon hat an den ersten Weltcuprennen in Oslo die Ränge zwei im Sprint und sechs in der Mitteldistanz erreicht. Gestern, im schwedischen Sigtuna, schied der 30-Jährige im Halbfinal aus. Der K.o.-Sprint mit Qualifikation, Halbfinals und Finals war spektakulär. Sieben Schweizer hatten in der Qualifikation den Sprung unter die besten zehn geschafft, der Schnellste war Fabian Hertner, zeitgleich mit Daniel Hubmann. Im Final setzte sich Hertner durch. Martin Hubmann, der im Halbfinal seinen älteren Bruder Daniel Hubmann in einem Schlussspurt niedergerungen hatte, wurde Fünfter.

Die Weltcuprennen in Neuseeland hatte Daniel Hubmann anfangs Januar nach der monatelangen Verletzungspause als Training bestritten. Er wurde 9., 18. und 29. «Das eigentliche Comeback erfolgt für mich an der in Oslo begonnen Nordic Tour mit sieben Zeitläufen in acht Tagen in drei Ländern.»

Im Sprint hatte Daniel Hubmann Mühe, den Rhythmus zu finden, verlor die Zeit auf Landsmann Matthias Kyburz auf der ersten Streckenhälfte. «Die nächsten Rennen dienen vor allem dazu, bis zur WM Anfang Juli die Sicherheit bei der Routenwahl und das Selbstvertrauen aufzubauen», sagt die aktuelle Nummer 16 der Weltrangliste. Geärgert hat sich Daniel Hubmann in Oslo nach der Mitteldistanz-Prüfung trotzdem über sich. Er lief die Posten oft zu direkt an und verlor 50 Sekunden auf den norwegischen Sieger Carl Godager Kaas.

Bären-Erlebnis

In den Schlagzeilen war Daniel Hubmann durch eine besondere Begegnung. In Finnland lief dem Tierliebhaber im Trainingslager ein stattlicher Bär über den Weg. «Mit etwas Abstand betrachtet war es ein unglaubliches Erlebnis. Das Tier hat gefaucht, ich habe geschrien und dann habe ich weiter trainiert». Da könne man sich allerdings fragen, «ob ich richtig reagiert habe».

Am Nachmittag suchten die Schweizer in einem anliegenden Wald mit leicht erhöhtem Puls die Posten. Interne Recherchen ergaben, vor 15 Jahren sei in Finnland ein OL-Läufer nicht nur zu Tode erschreckt worden. Hubmann wurde eines klar: Ein unfreiwilliges Treffen mit einem Bären wirft höhere Wellen als sportliche Erfolge. Da kann er noch oft Weltmeister werden. «Für mich ist die Geschichte gegessen. Ich renne nicht langsamer, weil ich einen Bären getroffen habe.»

An der WM in Finnland, die vom 7. bis 13. Juli ausgetragen wird, werden sich so viele Leute im Gebiet aufhalten, dass Bären wohl freiwillig das Weite suchen werden. «Noch bin ich für die WM nicht selektioniert», so der Thurgauer. «Grundsätzlich sollte ich die Qualifikation schaffen. Die bisherigen Rennen haben gezeigt, dass die Form stimmt und ich verspüre keine Schmerzen.»

Gigathlon wäre die Alternative

Mit den Rängen neun im Sprint, Platz 27 in der Mitteldistanz und Platz fünf von gestern ist der Start in die WM-Saison auch für den angehenden Bauingenieur Martin Hubmann halb erfreulich verlaufen. Der 24jährige Bruder von Daniel Hubmann gehört zu jenen Athleten, die ein Aufgebot erhalten könnten, aber die Reise nicht bereits buchen dürfen. Die Entscheidung fällt nach dem letzten Test am 13. Juni im WM-Gebiet von Joensuu. Seine Alternative wäre: Martin Hubmann würde mit Nicola Spirig, Ralph Näf, Sandra Graf und Tour-de-Suisse-Starter Reto Hollenstein den Gigathlon durchs Bündnerland bestreiten.

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