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ZUZWIL: Schwägalp-Sieger im Liebesglück

Daniel Bösch möchte am Sonntag seinen Unspunnen-Titel verteidigen. Privat hat er mit Sandra sein Glück gefunden. Sie heirateten am 10. Juli.
Beat Lanzendorfer
Durch den Sieg auf der Schwägalp im Schlussgang gegen Thomas Sempach gehört Daniel Bösch beim Unspunnen-Fest in Interlaken zu den Favoriten. (Bild: Pascal Schönenberger)

Durch den Sieg auf der Schwägalp im Schlussgang gegen Thomas Sempach gehört Daniel Bösch beim Unspunnen-Fest in Interlaken zu den Favoriten. (Bild: Pascal Schönenberger)

Beat Lanzendorfer

Es gibt Ereignisse, an die sich Menschen ein Leben lang erinnern. Ein solches ist bei Unspunnen-Sieger Daniel Bösch der 25. Mai 2014. Der Tag, an dem er seine Sandra kennen lernt.

Der Sonntag beginnt unspektakulär. Der damals 26-Jährige steigt als einer der Favoriten am St.Galler Kantonalen Schwingfest in Gossau ins Sägemehl. Er wird seiner Favoritenrolle gerecht und bezwingt im Schlussgang den Appenzeller Michael Bless mit seinem Spezialschwung, dem Kurz.

Liebe auf den ersten Blick

Als ihn seine Clubkameraden auf den Schultern tragen, ist auch Sandra Schwander im Publikum mit dabei. Er hat sie erst Stunden zuvor zum ersten Mal gesehen. Für beide ist es Liebe auf den ersten Blick. Das Aussergewöhnliche: Die damals 25-jährige Immobilienbewirtschafterin ist erstmals an einem Schwingfest. «Mein Vorgesetzter, häufiger Gast am Sägemehlrand, hat mich glücklicherweise überzeugt», erzählt sie lächelnd.

«Schick ein Selfie mit Daniel Bösch», steht im Familienchat. Diesem Wunsch kommt die zu jener Zeit Unkundige in Sachen Schwingen nach, indem sie ihren zukünftigen Ehemann um ein Bild bittet. «Im Moment ist es ganz schlecht, später gern, ich finde dich», seine Antwort. Wenige Minuten vor dem Schlussgang findet er sie. Es entsteht auf der Tribüne das erste Foto von Sandra und Daniel.

Es folgt das eine auf das andere. Sechs Monate später sind sich beide einig – das hält für immer.

Gesundheit, Familie, Haus und Geschäft

Sie ziehen in Zuzwil in eine gemeinsame Wohnung. Der vorläufige Höhepunkt ihrer zweieinhalbjährigen Liebe ist die zivile Hochzeit am 10.7. im Wiler Ratssaal. Kirchlich wird am 7.10. geheiratet. «Wir haben Daten gesucht, die wir uns gut merken können», erklärt Sandra. «Wir ergänzen uns perfekt und haben viele gemeinsame Interessen», meint er. Und sie: «Häufig stehen wir sogar zusammen in der Küche und probieren viel Neues aus.» Thailändisch oder mexikanisch sind zurzeit hoch im Kurs. Auch in Sachen Zukunft ist sich das junge Ehepaar einig: «Gesundheit, Familie, Haus, Geschäft, in dieser Reihenfolge», meint er.

Das private Glück soll den Unspunnen-Sieger des Jahres 2011 am 27. August zu sportlichen Höchstleistungen motivieren. Ihm bietet sich die Gelegenheit, als Erster den Titel in der über 200-jährigen Geschichte des Unspunnen-Schwingets zu verteidigen.

Er ist optimistisch und sieht seinen im Mai erlittenen Nasenbeinbruch als gutes Omen: «Vor sechs Jahren war ich im Vorfeld auch verletzt, als ich mir eine Rippe brach.» Die starke mannschaftliche Geschlossenheit bei den Nordostschweizern, was den Konkurrenzkampf in den eigenen Reihen erhöht, sieht er als Vorteil, um im Berner Oberland für Furore zu sorgen.

Die Karriere des 29-jährigen Daniel Bösch ist mit 90 Kränzen, davon 19 Kranzfestsiege, beeindruckend. Mit einem zweiten Triumph beim Unspunnen würde er sich definitiv in den Schwinger-Olymp katapultieren.

Der zweite Triumph auf der Schwägalp

Nach 2015 konnte Daniel Bösch am letzten Sonntag durch den Sieg im Schlussgang gegen den Berner Thomas Sempach den traditionellen Schwägalp-Schwinget zum zweiten Mal für sich entscheiden. «Dieser Erfolg freut mich ungemein und gibt mir viel Energie für das Unspunnen-Fest am kommenden Sonntag in Interlaken», erklärte er im Siegerinterview. Diese Woche steht trotz Training die Erholung im Vordergrund, um optimal vorbereitet ins Berner Oberland reisen zu können.

Auch für Schwingerkönig Jörg Abderhalden hat sich der Toggenburger nach der sonntäglichen Leistung vor 13500 Zuschauern am Fusse des Säntis in den Kreis der Titelanwärter geschwungen: «Der Sieg zeigt, dass er bereit ist und der Formaufbau stimmt. Wer eine Woche vor dem Unspunnen mit so einem Notenblatt auf der Schwägalp gewinnt, darf für den Saisonhöhepunkt zuversichtlich sein.»

Nebst Daniel Bösch gehören mit dem Thurgauer Samuel Giger sowie dem Bündner Armon Orlik zwei weitere Ostschweizer zu den Titelanwärtern. Für alle drei gilt: Zeit, etwas Grosses zu leisten.

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