ZUZUG: Zweite Rückkehr des Dienstältesten

Mit Marko Muslin verpflichtet der FC Wil einen ersten Spieler für seine «neue» Mannschaft. Die alte beendet heute zu Hause gegen Schaffhausen eine missratene Saison.

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Am 1. Juli kehrt der französisch-serbische Doppelbürger Marko Muslin ein zweites Mal auf das Bergholz zurück. Dort spielte er bereits von 2009 bis 2011 sowie zwischen 2012 und 2015. Ganze 188 Pflichtspiele hat er in dieser Zeit mit den Ostschweizern bestritten – so viele wie kein anderer Akteur seit dem Aufstieg der Ostschweizer in die zweithöchste Spielklasse im Jahr 1992.

Muslin wechselt ablösefrei zu Wil und unterzeichnete einen Zweijahresvertrag. Vor knapp zwei Jahren hatte es ihn zum Ligakonkurrenten Wohlen gezogen. Vergangenen Samstag bereitete er in seinem letzten Einsatz mit den Aargauern einen Treffer äusserst sehenswert mit dem Absatz vor. Und dies ausgerechnet gegen den FC Wil. Dessen Vereinspräsident Roger Bigger bezeichnet die Rückkehr des polyvalent einsetzbaren Spielers als «einen ersten wichtigen Schritt bei der Zusammenstellung des neuen FC Wil». Noch nicht geklärt ist, wer Trainer dieser neuen Equipe sein wird. «Amtsin­haber Maurizio Jacobacci ist ein möglicher Kandidat. Weitre Gespräche mit Alternativen laufen. Die Entscheidung soll zeitnah gefällt werden», sagt der abtretende Medienchef Patrick Bitzer.

Somit ist offen, ob es heute Jacobaccis letztes Spiel als Wil-Trainer sein wird. Gegner in der IGP-Arena ist ab 17.45 Uhr mit Schaffhausen das beste Challenge-League-Team des Jahres. Da bereits feststeht, dass Wil die Spielzeit auf dem letzten Platz abschliesst, ist nur noch zu klären, ob es im letzten Spiel der Saison zum ersten Heimsieg des Jahres reicht. Er käme überraschend.

Simon Dudle