Zuversicht am Tabellenende

Claudio Badertscher trifft heute in der fünften NLA-Runde mit Fortitudo Gossau auf seinen früheren Club Wacker Thun. Obwohl Gossau noch ohne Punkte dasteht, glaubt er an einen Sieg.

Christof Krapf
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Claudio Badertscher will mit Gossau die ersten Punkte gewinnen. (Bild: Urs Jaudas)

Claudio Badertscher will mit Gossau die ersten Punkte gewinnen. (Bild: Urs Jaudas)

HANDBALL. Gossaus Claudio Badertscher hat 19 Jahre lang für Wacker Thun gespielt. Sechs davon war der Kreisläufer Mitglied der NLA-Mannschaft. Heute um 17.30 Uhr trifft der 27-Jährige mit Fortitudo Gossau zu Hause auf seinen ehemaligen Verein. Trotz vier verlorenen Spielen zum Saisonstart ist Badertscher zuversichtlich: «Ich spüre noch keine Nervosität in der Mannschaft. Obwohl wir in dieser Saison noch keine Punkte gewonnen haben.»

50 Minuten mitgehalten

Wacker Thun hat die Meisterschaft in der vergangenen Saison auf dem zweiten Platz abgeschlossen und den Cup gewonnen. Trotzdem ist der erste Punktgewinn von Gossau gegen den heutigen Gegner aus Badertschers Sicht möglich. «Wir haben in den ersten Spielen jedesmal 50 Minuten lang mit dem Gegner mitgehalten. In der Schlussphase haben wir aber zu viele Fehler begangen und verloren», sagt der Kreisläufer. Dass es für die Ostschweizer bisher nicht zu einem Sieg gereicht hat, schreibt Badertscher der mangelnden Erfahrung zu. «Obwohl uns manchmal die Routine fehlt: Aus meiner Sicht haben wir diese vier Spiele mit Anstand verloren.»

Thuns Tempospiel unterbinden

Ob mit Anstand verloren oder nicht: Die Gossauer belegen momentan punktlos den zweitletzten Tabellenplatz. «Wir sind im Training trotz der Niederlagen motiviert. Es sind vielversprechende Ansätze vorhanden, und die Stimmung innerhalb des Teams ist nach wie vor gut», so Badertscher.

Damit Gossau gegen Thun die ersten Punkte der Saison gewinnen kann, muss die Equipe von Rolf Erdin das schnelle Spiel der Berner Oberländer unterbinden. «Thun lebt von den einfachen Gegenstosstreffern. Wenn wir im Angriff diszipliniert spielen und uns in der Verteidigung rasch formieren, haben wir eine Siegchance.» Gelingt Gossau dies nicht, dürfte die fünfte Niederlage in Folge Tatsache werden. Oder wie es Badertscher ausdrückt: «Dann gehen wir sang- und klanglos unter.»