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Zurück auf Feld eins

Nach der in allen Belangen ungenügenden Leistung und dem 0:2 gegen Vaduz ist St. Gallen wieder tief im Abstiegskampf angekommen. Die Ostschweizer stehen vor einem heissen Herbst.
Patricia Loher

Unterdessen ist es aus St. Galler Sicht eine Bilanz des Grauens: In zehn Begegnungen seit dem Aufstieg des FC Vaduz haben es die Ostschweizer nicht ein einziges Mal geschafft, die Liechtensteiner zu besiegen. Das 0:2 im ersten richtigen Olma-Match im neuen Stadion war die bereits siebte Niederlage. Und anders als noch beim 0:2 im Fürstentum im August, als die St. Galler mit etwas Pech verloren hatten, war die Niederlage gestern verdient. St. Gallen war gegen das zuvor fünfmal in Folge sieglose Vaduz vor allem während der ersten 45 Minuten das schlechtere Team gewesen.

Mit Ausnahme von Alain Wiss und Marco Aratore, der in der zweiten Hälfte zweimal den Pfosten traf, erreichte keiner sein Rendement. Und so kochte die Volksseele. Es setzte Pfiffe ab und gegen Spielende wurde von den Tribünen die Entlassung von Trainer Joe Zinnbauer gefordert. In der Tat sprechen die Zahlen eine deutliche Sprache: Das gestrige 0:2 war im elften Saisonspiel die siebte Niederlage, zum dritten Mal in Folge verloren die St. Galler zu Hause. Zusammen mit Thun haben die Ostschweizer am wenigsten gepunktet. St. Gallen hat sich wieder in den Abstiegskampf manövriert, weil einem Schritt vorwärts seit Monaten immer wieder zwei Schritte zurück folgen. Es ist fraglich, ob es dienlich ist, nur auf die Rückkehr von Tranquillo Barnetta im Winter zu hoffen.

Der taktische Kniff von Giorgio Contini

Mit einem einzigen Kniff hatte der Gästetrainer Giorgio Contini die St. Galler vor unlösbare Probleme gestellt. Contini nominierte eine Dreierabwehr und stellte dem Gastgeber ein Fünfer-Mittelfeld gegenüber. Damit kamen die St. Galler lange nicht zurecht. Und natürlich, es spielte St. Gallens früherem Stürmer in die Karten, dass Vaduz bereits in der vierten Minute nach einem Foul von Mario Mutsch an Franz Burgmeier durch einen Penalty von Moreno Costanzo in Führung ging. Danach konnte sich Vaduz darauf konzentrieren, in der Defensive keine Fehler zu begehen. Nach dem Führungstor taten die Gäste nur noch das Nötigste – und auch das reichte, um ein berechenbares St. Gallen zu kontrollieren. Das 2:0 für die Liechtensteiner fiel schliesslich in der 57. Minute durch Burgmeier. Man hatte sich in St. Gallen zuletzt an einen Strohhalm geklammert: Ein Punkt bei den Young Boys in letzter Sekunde, eine ansprechende Leistung zu Hause gegen Basel und ein Sieg in Thun nährten die Hoffnung, dass es aufwärtsgehen könnte mit dieser Mannschaft. Doch mit dem Auftritt gegen Vaduz haben die St. Galler die Hoffnung gleich selber wieder im Keim erstickt.

Die Mannschaft wirkte, mit Ausnahme einiger Minuten in der zweiten Halbzeit, mut- und ratlos. Ihre Aktionen basierten vor allem während der ersten Hälfte auf Zufall. Ein geordneter Spielaufbau war bis zur Pause nicht erkennbar. Ohne Gianluca Gaudino, der nur Ersatz war, fehlte der Mannschaft ihr einziger kreativer Kopf. Vor allem bedenklich war, wie fahrlässig St. Gallen in diesem harzigen Spiel mit Standardsituationen umging. Von sechs Cornern gingen wohl fünf ins Leere. Dass Zinnbauer sagte, man habe die vergangenen Wochen genutzt, um Standards zu trainieren, machte die Sache nicht besser.

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