Zum viertenmal in Folge

Roger Federer ist an den «Laureus Sport Awards» als erster Athlet zum viertenmal in Serie als «Weltsportler des Jahres» ausgezeichnet worden. Justine Henin gewinnt bei den Frauen.

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Roger Federer wird als erster Sportler zum viertenmal mit dem «Laureus Award» ausgezeichnet. (Bild: epa/Anatoly Maltsev)

Roger Federer wird als erster Sportler zum viertenmal mit dem «Laureus Award» ausgezeichnet. (Bild: epa/Anatoly Maltsev)

Extreme Sicherheitsmassnahmen wegen Russlands Staatschef Wladimir Putin und höchste Ehren für die Tennisspieler Roger Federer und Justine Henin: Der Schweizer wurde in St. Petersburg im berühmten Marinski-Theater zum viertenmal in Serie mit dem international wertvollsten Sportler-Orden geehrt. Die Laureus-Akademie unter dem Vorsitz von Edwin Moses zeichnete Federer für seine Leistungen des vergangenen Jahres aus. Neben der Egalisierung von Björn Borgs Wimbledon-Rekord (fünf Siege) gewann der 26jährige Baselbieter die Major-Turniere von Melbourne und Flushing Meadows sowie das Masters. Vom Grand Slam trennte ihn wie 2006 nur ein Satzgewinn im French-Open-Final gegen Rafael Nadal. «Ich bin froh, dass die Jury nicht gesagt hat, dreimal ist genug. Ich bin sehr stolz auf diese Auszeichnung», sagte Federer. «Er ist ein unglaublicher Sportler und dazu noch ein ausgesprochen sympathischer Mensch. Er hat diesen Preis allemal verdient», sagte Franz Beckenbauer.

«Grosser Abend für das Tennis»

Die erstmals mit einem «Laureus Award» geehrte Justine Henin schaffte 2007 als erste Frau seit Martina Hingis vor zehn Jahren das Kunststück, zehn Turniere in einer Saison zu gewinnen. Wie Federer schloss auch die Belgierin, die am Wochenende in Antwerpen ihren 41. Einzeltitel gewonnen hat, das Jahr als unbestrittene Nummer eins der Weltrangliste ab. Henin gewann 2007 sowohl die French Open als auch die US Open und das abschliessende WTA-Masters. «Das vergangene Jahr war das beste meiner Karriere: Keine Verletzungen, Top-Leistungen und viel Spass. Jetzt ist Peking mein grosses Ziel», sagte Henin, und Federer freute sich: «Das ist ein grosser Abend für das Tennis.»

Nach einer Vorauswahl von 1200 Journalisten weltweit hatte die Akademie, der neben Beckenbauer unter anderem auch Boris Becker und Katarina Witt angehören, die Sieger ermittelt. Zur «Mannschaft des Jahres» kürte der illustre Laureus-Zirkel die Rugby-Weltmeister aus Südafrika, Lewis Hamilton erhielt für seinen fulminanten Einstieg in die Formel 1 (WM-Zweiter, einen Punkt hinter Kimi Räikkönen) den Titel «Newcomer des Jahres». Das «Comeback des Jahres» gab laut Jury die Engländerin Paula Radcliffe, die Anfang November 2007 nach zweijähriger Verletzungs- und Babypause in 2:23:09 Stunden den New York Marathon souverän für sich entschied.

Bubkas Ehrung

Der amerikanische Skate- und Snowboarder Shaun White wurde als Alternativsportler des Jahres 2007 ausgezeichnet. Sonderpreise erhielten Brendan und Sean Buohey (beide USA) für ihr internationales Sport-Friedenswerk sowie der Kanadier Dick Pound, der acht Jahre Chef der Welt-Antidoping-Agentur Wada war. Der Ukrainer Sergej Bubka, der zehn Jahre nach dem Ende seiner Karriere noch immer den Weltrekord im Stabhochsprung hält, bekam den Laureus für sein Lebenswerk. (red.)

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