Zürich läuft hinterher

Drucken
Teilen

Läuferrückgang Der Zürich-Marathon ist nicht der ideale Lauf, um den anhaltenden weltweiten Marathonboom zu unterstreichen. Der Schwung ist dem Anlass schon länger etwas abhandengekommen. 2004 noch, bei der zweiten Durchführung, waren fast 6000 Personen dem Zürcher Seebecken entlang rennend unterwegs. In diesem Jahr, bei der 15. Austragung, sind gut 2700 Läuferinnen und Läufer für die 42,195 Kilometer gemeldet – nur dank Staffelrennen und Kurzstrecken halten die Organisatoren die Teilnehmerzahlen hoch. Gemäss OK-Präsident Bruno Lafranchi ist der Rückgang auch darauf zurückzuführen, dass am selben Wochenende der internationale Walliseller Triathlon stattfindet. Zudem sei das schlechte Wetter der letzten Austragung noch in vielen Köpfen präsent.

Mit dem Kenianer Patrick Mugur Ereng gibt ein Routinier in Zürich sein Marathondébut. Der Sieger der Jungfrau-Meile 2016 hat auch bereits den Zürcher Silvesterlauf 2012 und den Greifenseelauf 2015 gewonnen und letztes Jahr beim Halbmarathon in Lugano eine vielversprechende Zeit von 1:02:11 Stunden vorgelegt. Seit 2012 ohne Unterbruch mit dabei ist sein Landsmann Edwin Kiprop Korir. Am Zürich-Marathon 2013 und 2014 reichte es ihm jeweils auf den zweiten Platz. 2016 musste er das Rennen verletzungsbedingt aufgeben. Dieses Jahr wird er wieder antreten und um einen Podestplatz kämpfen.

Bei den Frauen bietet die Schweizerin Michèle Gantner Spannung. Sie möchte die WM-Limite von 2:35 Stunden unterbieten. Auch in diesem Jahr laufen Athleten aus allen Schweizer Kantonen mit. Es sind 87 Nationalitäten am Marathon vertreten. Die älteste Teilnehmerin hat Jahrgang 1944 und kommt aus Herrliberg. (rst/red)