Zürich hat Ligaerhalt nicht mehr in eigner Hand

Der FC Zürich spielt in Sitten 2:2 und verhindert den Abstieg vorerst. Doch er geht diesen Mittwoch als Tabellenletzter in die Schlussrunde der Super League. Vaduz sichert sich mit einem 0:0 zu Hause gegen Lugano den Klassenerhalt. Die Tessiner haben Glück, weil die Liechtensteiner einen Foulpenalty verschiessen.

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FUSSBALL. Der Zürcher Trainer Uli Forte turnte an der Linie herum. Am liebsten wäre er selbst auf den Platz gerannt, um seinem Team im verzweifelten Kampf gegen den Absturz zu helfen. 2:2 stand es im Sittener Tourbillon und die Zürcher wehrten sich mit allen Mitteln gegen ein drittes Gegentor und die sechste Niederlage in Serie.

Angriff um Angriff lancierten die Walliser. Moussa Konaté verstolperte wenige Meter vor der Linie, Theofanis Gekas schoss einen Meter zu hoch, ein Freistoss von Konaté flog in der Nachspielzeit knapp über das Tor. Und als Alain Nef in der 95. Minute die gelb-rote Karte sah, verzweifelte Forte fast. Es war sein Glück und das Glück der Gäste, dass das Spiel danach fertig war. Denn lange wäre es wohl nicht mehr gut gegangen.

Letzte Chance gegen Vaduz

Die Zürcher fanden gut ins Spiel, sie kontrollierten den Gegner rund 25 Minuten lang ohne Probleme und führten verdient 1:0. Danach kam der Senegalese Moussa Konaté dreimal zum Abschluss; beim dritten reüssierte er. Das Drehbuch der ersten Halbzeit wiederholte sich nach der Pause. Wieder begannen die Zürcher besser, wieder gingen sie in Führung und verspielten die Vorteile im Spiel und im Abstiegskampf trotzdem wieder. Dennoch konnte sich Fortes Team am Ende über den einen Punkt freuen. Mit diesem bleibt es im Rennen im Kampf um den Abstieg; auch weil Lugano in Vaduz nicht gewann, kann der FC Zürich am Mittwoch im Heimspiel gegen die geretteten Vaduzer den Klassenerhalt noch selbst schaffen. Er muss dabei aber ein besseres Resultat erzielen als Lugano im gleichzeitigen Heimspiel gegen St. Gallen.

Vaduz nach Remis gerettet

In einer wenig erbaulichen Partie stellte Vaduz mit einem 0:0 gegen Lugano im zweiten Jahr in Folge die Zugehörigkeit zur Super League sicher – exakt wie vor einem Jahr sicherten sich die Liechtensteiner die Ligazugehörigkeit in der 35. Runde. Das Spiel stand allerdings bis zuletzt auf des Messers Schneide. Die Luganesi hätten jederzeit einen Lucky Punch landen können. Sporadisch hatten sie auch die Chancen dazu. Die Vaduzer hätten ihrerseits das Zittern nach 52 Minuten ablegen können. Aber Armando Sadiku scheiterte mit einem Penalty an Luganos Goalie Mirko Salvi.

Solcherlei Probleme sind dem FC Basel fremd: Der Meister bezwang sogar mit dem zweiten Anzug auswärts die Berner Young Boys mit 2:3. (sda)