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ZELLIS EM-GRÄTSCHE: Das 50:50-Spiel

Marc Zellweger ist ein FCSG-Urgestein und hat 13 Spiele für die Schweizer Nati bestritten. Für das St.Galler Tagblatt analysiert er in seiner Kolumne "Zellis EM-Grätsche" die Schweizer Partien. Heute: Schweiz gegen Polen.
Marc Zellweger
Marc Zellweger analysiert für Tagblatt Online die Auftritte der Schweizer Nati. (Bild: Benjamin Manser)

Marc Zellweger analysiert für Tagblatt Online die Auftritte der Schweizer Nati. (Bild: Benjamin Manser)

Wir treffen nun also auf Polen. Viele sprechen von einer Jahrhuntertchance in die Viertelfinals vorzudringen. Meiner Meinung nach ist das zu hoch gegriffen. Wären wir an einer WM könnte man von einer Jahrhundertchance sprechen - so aber ist es einfach ein weiterer Schritt nach vorne. Gegen Polen ist für die Schweiz alles offen. Es ist ein 50:50-Spiel.

Funktionierendes Team
Positiv ist, dass wir uns von Spiel zu Spiel gesteigert haben. Die Mannschaft ist geschlossen aufgetreten - das Team funktioniert. Man merkt von aussen, dass das Team im Fokus steht und nicht ein einzelner Spieler. Jeder kennt seine Rolle, daher gibt es auch kein Aufbäumen derer, die noch nicht so viele Spielminuten erhalten haben. Die Stimmung scheint gut zu sein. Trainer Vladimir Petkovic wird sein Team nicht mehr gross motivieren müssen. Die Tatsache, dass die Schweiz im Achtelfinal ist, ist Motivation genug. Da musst du die Spieler nicht noch mit etwas Speziellem kitzeln, damit sie heiss werden aufs Spiel. Falls doch - machst du als Trainer etwas falsch.

Tore erzielen
Gegen Polen erwarte ich nochmals eine Leistungssteigerung der Schweizer. Sie müssen da anknüpfen, wo sie beim letzten Spiel aufgehört haben. Hinten müssen wir noch eine Spur dichter stehen. Vorn gibt es nur eins: endlich die Tore zu erzielen. Was die Startaufstellung angeht, denke ich, wird Petkovic die gleichen Spieler aufs Feld schicken, wie im ersten Startspiel gegen Albanien. Im Sturm wird er Haris Seferovic nochmals eine Chance geben. Und vor allem Admir Mehmedi nach seinem Ausgleichstreffer gegen Rumänien von Anfang an laufen lassen. Xherdan Shaqiri hinkt zwar noch immer ein bisschen hinter seinem Können her, ich bin aber überzeugt, dass er gegen Polen "explodieren" wird - in der gewohnten Shaq-Attack-Manier. Ich tippe auf ein 1:0 für die Schweiz - für mich stehen wir im Viertelfinal.

Ob all der Zuversicht dürfen wir die Polen jedoch nicht unterschätzen. Lewandovski ist Polens Versicherung. Was Cristiano Ronaldo für Portugal ist, das ist Lewandowski für Polen. Ihn gilt es besonders im Auge zu behalten. Aber nicht nur er kann Fussball spielen, sondern auch die restlichen Polen-Spieler.

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