Zehnminütige St. Galler Fehlerorgie mit Folgen – wieder eine Niederlage für St.Otmar

St.Otmars NLA-Handballer verlieren beim Tabellensechsten HSC Suhr Aarau 22:24

Fritz Bischoff aus Aarau
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Auch Andrija Pendic (rechts) kann keine entscheidenden Impulse setzen.

Auch Andrija Pendic (rechts) kann keine entscheidenden Impulse setzen.

Ralph Ribi

Nach der knappen und vor allem nicht zwingenden 28:29-Niederlage gegen den BSV Bern hat St.Otmar in Aarau mit dem 22:24 gegen Suhr Aarau im siebten Spiel des Jahres seine vierte – einmal mehr unnötige – Niederlage kassiert.

Da bei den St. Gallern mit Captain Jonas Kindler, Frédéric Wüstner, Dominik Jurilj, Benjamin Geisser und Rares Jurca insgesamt fünf Stammspieler wegen Verletzungen fehlten, mussten sie mit einem eigentlichen Rumpfteam antreten. Trotzdem übernahmen sie bald nach Spielbeginn die Initiative und damit die Führung.

Diese bauten die Gäste bis Mitte der ersten Halbzeit auf vier Treffer aus. Doch nach dem 5:9-Rückstand fanden die Gastgeber wieder besser zu ihrem Spiel, wobei ihnen dazu St. Otmar mit einer immer schlechter werdenden Wurfauswertung nicht unwesentliche Unterstützung zu Teil werden liess.

Dittert: «Das waren erschreckende Minuten»

Nach dem 9:10-Pausenergebnis kam es für die St.Galler noch schlimmer. Mit einer eigentlichen Fehlerorgie in der Form von sieben Fehlpässen oder technischen Fehlern innerhalb einer Viertelstunde schenkten sie dem Gegner eins um andere Mal den Ball.

Suhr Aarau nahm die Offerten zu einfachen Gegenstosstoren an, steigerte sich in eine eigentliche Euphorie und führte in der 48. Minute 20:14. «Wir haben den Start in die zweiten Halbzeit total verschlafen. Das waren erschreckende Minuten», stellte Coach Andy Dittert konsterniert fest und schob nach, dass sein Team während rund 50 Minuten eigentlich das bessere gewesen wäre.

Dass St. Otmar hätte punkten können, ja müssen, zeigte sich in der Schlussphase der Partie als der Sechstorerückstand mit viel Kampf und Einsatz bis auf einen Treffer (21:20) hatte reduziert werden können. Doch zwei Fehlwürfe und der insgesamt elfte Fehler verunmöglichten den doch noch möglichen Punktgewinn der Gäste. So kam Suhr Aarau nach vier sieglosen Partien zum vielumjubelten Sieg, wogegen St. Otmar einmal mehr mit einer knappen, dem eigenen Unvermögen zuzuschreibenden Niederlage haderte.

Wegweisende Partie gegen Wacker Thun

Bis zum Abschluss der Hauptrunde Ende März stehen noch drei Runden an. Die wohl entscheidende Partie im Kampf um den vierten Platz steht für St.Otmar am kommenden Samstag auf dem Spielplan. Dann empfangen die St.Galler den Tabellenfünften Wacker Thun zum Direktvergleich. Nur mit einem Sieg dürfte der Heimvorteil für das Playoff gesichert werden können. Dies umso mehr als Suhr Aarau nach dem Sieg vom Mittwoch auch nur noch einen Punkt hinter den Ostschweizern zurückliegt.

Suhr Aarau – St. Otmar 24:22 (9:10)

466 Zuschauer – Sr. Kappler/Zürcher.

Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Suhr Aarau, 1mal 2 Minuten gegen St.Otmar.

Suhr Aarau: Marjanac/Ferrante; Reichmuth (4), Zehnder (3), João Ferraz (6), Diogo Oliveira (2/2), Aufdenblatten (3), Muggli (1), Strebel (1), Slaninka (4).

St. Otmar: Bringolf; Spellerberg (6/2), Fricker (2), Gwerder (1), Pendic (3/1), Bamert (1), Rauch (2), Wetzel (1), Kaiser (1), Maros (2), Höning (3).

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