Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Zehn St. Galler reichen

Der FC St. Gallen gewinnt das Nachtragsspiel gegen die Grasshoppers trotz 75minütigem Unterzahlspiel mit 2:0. Auch nach dem Platzverweis von Mario Mutsch treten die Ostschweizer sehr gefestigt auf – und überzeugen im Kollektiv.
Ralf Streule
Albert Bunjaku bringt den FC St. Gallen gegen die Grasshoppers früh in Führung. (Bild: Urs Bucher)

Albert Bunjaku bringt den FC St. Gallen gegen die Grasshoppers früh in Führung. (Bild: Urs Bucher)

FUSSBALL. Montagabend, Nachtragsspiel, Temperaturen um den Gefrierpunkt. Wer gestern eine ähnlich trostlose Vorstellung des FC St. Gallen erwartete, wie es der Rahmen vorgab, wurde schnell wachgerüttelt. Die St. Galler strahlten gegen die Grasshoppers von Beginn weg eine Ruhe und ein Selbstbewusstsein aus, wie es gegen einen Tabellenzweiten nicht selbstverständlich ist. Und dies schlug sich schnell im Resultat nieder: Nach 14 Minuten lancierte Pascal Thrier – der diesmal auf der rechten Defensivseite anstelle von Silvan Hefti ins Spiel ging – Edgar Salli. Dieser spielte von der Grundlinie zurück zu Albert Bunjaku. Es hiess 1:0.

Mutschs harter Platzverweis

Was die Freude am herrlich herausgespielten Goal aber drei Minuten später dämpfte: Plötzlich waren die Ostschweizer nur noch zu zehnt auf dem Feld. Mario Mutsch war in der 17. Minute mit gestrecktem Bein in einen Zweikampf gegangen – eine unglückliche Aktion, die mit der roten Karte sehr hart bestraft wurde. Mutsch hatte die Position als alleiniger Sechser vor der Abwehrkette innegehabt. Trainer Joe Zinnbauer stellte sein Team in der Folge nicht grundsätzlich um, sondern liess Gianluca Gaudino mehr nach hinten arbeiten – was dazu führte, dass der Deutsche weniger Einfluss aufs Spiel ausüben konnte wie auch schon. Die Überzahl der Zürcher war bald zu spüren. Die St. Galler hielten gut dagegen, mussten aber weite Wege gehen. Die Frage, die sich stellte: Konnten die St. Galler diesem Druck 75 Minuten lang standhalten?

Sie konnten es. Und mehr noch: Sie spielten das Unterzahlspiel so geschickt, dass auch sie zu Chancen kamen. Zum Beispiel bei Freistössen, die von Danijel Aleksic gewohnt gefährlich getreten wurden. Der Serbe zeigte aber in der 41. Minute, dass er auch auf andere Art und Weise Tore erzielen kann. Nach einer präzisen Flanke Sallis liess er den Ball per Kopf ins Tor abtropfen: 2:0. «Wir haben im richtigen Moment die Tore erzielt», sagte Zinnbauer hinterher an der Pressekonferenz. Er lobte für einmal nicht nur die spielerische, sondern auch die kämpferische Leistung seiner Mannschaft. «Das Team ist über sich hinausgewachsen. Es hat für Mario Mutsch gearbeitet. Solche Spiele machen ganz einfach Spass.»

Lopar hält Punkte fest

Wenn die 11 521 Zuschauer nach der Pause den grossen Zürcher Sturmlauf erwartet hatten, täuschten sie sich tatsächlich. Es waren zwar stetige, aber halbherzige und selten überzeugende Angriffsversuche der Grasshoppers – was auch mit den kollektiv stark verteidigenden St. Gallern zu tun hatte. Es gab zwei Momente, in denen das Spiel noch hätte kippen können: Einmal prüfte Mario Leitgeb seinen eigenen Torhüter mit einem Kopfball; kurz vor Schluss war es Haris Tabakovic, der Lopar zu einer starken Parade zwang.

Fünfter Platz als Lohn

Mit dem Sieg sind die St. Galler an Thun vorbeigezogen und liegen nun auf dem fünften Platz. Am Ende gab es eine weitere gute Nachricht für die St. Galler: Alain Wiss kam nach langer Verletzungspause zu einem Kurzeinsatz. Und so gab es in der AFG Arena in der Schlussphase etwas, das man lange nicht mehr gesehen hat: Standing Ovations. Der letzte Heimsieg datiert ja auch vom 22. November – damals bezwang man Basel mit 2:1. Derselbe Gegner wartet am kommenden Sonntag wieder.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.