Woche(n) der Wahrheit für den FC Wil

Mit dem Heimspiel gegen den FC Vaduz beginnen für den FC Wil eineinhalb äusserst interessante Wochen. Mit dem souveränen 3:0 Auswärtssieg in Winterthur wurde die Messlatte nochmals ein wenig höher gelegt.

Gianluca Lombardi
Merken
Drucken
Teilen
Setzen sich die Wiler auch gegen Vaduz durch? (Bild: Gianluca Lombardi)

Setzen sich die Wiler auch gegen Vaduz durch? (Bild: Gianluca Lombardi)

Der FC Wil grüsst aktuell vom dritten Tabellenrang und ist erster Verfolger von Lausanne-Sport und den Grasshoppers. Die aktuelle Lage ist beileibe kein Zufall, sondern der gerechte Lohn für enorm viel Aufwand. Die Leidenschaft und Einsatzbereitschaft waren bereits zu Beginn der Saison sichtbar, was aber noch fehlte waren die Automatismen. Doch gerade in den letzten Wochen machten die Wiler in diesem Bereich grosse Fortschritte und gewannen deutlich an Sicherheit und Torgefährlichkeit hinzu.

Gegen das aggressive Pressing und das schnelle Umschaltspiel fand der FC Winterthur kein Gegenmittel. Die Folge daraus war, dass die Zürcher zu keiner Zeit ins Spiel fanden und am Ende mit dem 0:3 noch gut bedient waren. Es war eine Leistung, die gezeigt hat zu was der FC Wil in der Lage ist, aber nicht zu realitätsfernen Träumen führen darf.

Drei harte Brocken

Mit dem FC Vaduz wartet ein weiterer Prüfstein auf die Wiler. Für die Mannschaft aus dem Fürstentum Liechtenstein verläuft die bisherige Saison sehr enttäuschend. Nur gerade 6 Punkte aus den ersten 7 Spielen sind deutlich zu wenig für die Ansprüche und Möglichkeiten der Vaduzer.

Der FC Wil wird gut daran tun, den FCV nicht zu unterschätzen. Trotz der aktuellen Tabellenlage wäre es vermessen die Liechtensteiner als klaren Aussenseiter zu sehen. Dafür steckt zu viel individuelle Qualität in den Reihen der Vaduzer. Es scheint aber, als ob der FC Wil derzeit eines der stärksten Kollektive stellt, was auch heute Abend ab 20:00 Uhr der entscheidende Faktor sein könnte.

Einige Ausfälle

Trainer Mario Frick wird in Wil wohl gleich auf mehrere Akteure verzichten müssen. Gianni Antoniazzi und Denis Simani sitzen eine Sperre ab, während Mohamed Coulibaly, Chrstiopher Drazan, Nicolae Milinceanu, Berkay Sülüngöz weiterhin verletzt fehlen. Die Wiler Abwesenheitsliste ist mit Silvano Schäppi äusserst überschaubar.