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Wo führt die Reise des FC Luzern hin?

Beim 3:1-Heimsieg gegen Thun traten die Spieler des FC Luzern als Einheit auf. Hinsichtlich der Zielsetzung für die restlichen fünf Runden waren sie sich jedoch nicht einig.
Daniel Wyrsch
Olivier Custodio (rechts) spielte als Innenverteidiger gegen Thuns Stefan Glarner. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 27. April 2019))

Olivier Custodio (rechts) spielte als Innenverteidiger gegen Thuns Stefan Glarner. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 27. April 2019))

Der erste Sieg im fünften Saisonspiel gegen den FC Thun gibt den FCL-Profis frischen Elan. Die Reaktionen darauf ­fielen allerdings unterschiedlich aus. Für den 29-jährigen Pascal Schürpf ist die Erleichterung offensichtlich gross: «Es ist uns gelungen, einen Schritt vom Barrage-Platz wegzukommen. Wir wollen aus der Gefahrenzone der Tabelle.» Zum Saisonende nichts mit den Abstiegsplätzen zu tun haben, ist das Credo des Luzerner Topskorers (9 Tore, 9 Assists).

Dank den beiden aufeinanderfolgenden Siegen in der Meisterschaft in St. Gallen (2:1) und gegen Thun (3:1) hat der FCL punktemässig gleichgezogen mit den Thunern, die seit der 17. Runde auf Platz 3 stehen. Schürpf bleibt aber vorsichtig:

«In dieser engen Liga geht es schnell. Nach der nächsten Runde kann die Tabelle wieder anders aussehen.»


U21-Nationalspieler Silvan Sidler ist 20-jährig und mit total 29 Super-League-Partien klar weniger erfahren als der Ex-Basler Schürpf. Für Sidler gibt es jetzt nur eine Blickrichtung: «Ich will nach vorne schauen, in der neuen Saison wieder europäisch spielen!» Der Linksverteidiger hat im vergangenen August seinen internationalen Einstand mit Luzern gegeben; gegen Olympiakos Piräus hat es sowohl auswärts (0:4) wie zu Hause (1:3) Niederlagen abgesetzt, neben dem Sammeln von Erfahrungen ist nichts Zählbares herausgesprungen.


Silvan Sidler zeigt den nötigen Willen und Biss, er will unbedingt wieder im Europacup dabei sein. Die Länderspiele mit der U21 «haben mir sehr viel Selbstvertrauen gegeben». Er ist angekommen in der Super League. «Ich habe bewiesen, dass ich in dieser Liga mithalten kann.» Etwas stört den Abwehrmann mit Vorwärtsdrang: «Ich komme zu Chancen, aber der Ball will noch nicht rein.» Zwei gute Abschlüsse hatte er auch wieder gegen Thun in der Liga – und die beste Chance am vergangenen Dienstag im Cup-Halbfinal gegen den gleichen Gegner. «Die kurze Ecke war zu, weil einer reingegrätscht war, und Thun-Goalie Guillaume Faivre parierte meinen Flachschuss», erinnert sich Silvan Sidler. Das Verpassen des Cupfinals sei vor dem Liga-Duell gegen die Berner Oberländer in den Spielerköpfen gewesen. «Nach dieser bitteren Niederlage wollten wir sofort wieder aufstehen.» Die Revanche ist gelungen. Hat das Team beim Sieg über Thun mitunter zeigen wollen, dass es über diese Saison hinaus mit Thomas ­Häberli (45) zusammenarbeiten möchte? Sidler, dieser erfrischend ehrliche Youngster, zieht die Schultern hoch, sagt:

«Der Trainer ist für uns kein Thema.»


Häberli hat nach dem fünften Sieg im zwölften Pflichtspiel nun gewiss bessere Karten für eine Verlängerung des Ende Saison auslaufenden Vertrags in der Hand. Wie schon in St.Gallen mit Doppeltorschütze Marvin Schulz, überraschte er auch gegen Thun mit der Neupositionierung eines Profis: Mittelfeldmann Olivier Custodio (24) spielte in der Innenverteidigung anstelle des verletzten Lazar Cirkovic.


Häberli sagt über Custodios Leistung: «Olivier hat einen sehr guten Job gemacht.» Wie ist er darauf gekommen, den 1,79 Meter grossen Romand dort einzusetzen? «Ich hatte ihn bei Lausanne auf dieser Position spielen sehen. Bei einem zentralen Abwehrspieler kommt es nicht nur auf die Grösse an, sondern auch auf die Spielintelligenz.»

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