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In diesen Kategorien ist der FC St.Gallen Spitzenreiter

Der FC St. Gallen steht in der Super League auf dem dritten Platz. In einiger Hinsicht ist das Team von Peter Zeidler aber das beste Team der Liga, zum Beispiel was die Abschlussversuche angeht. Dafür gibt es Konfusion, was die Länge der Erfolgsserie betrifft.
Ralf Streule
Matthias Hüppi freut sich zusammen mit Peter Zeidler und Maskottchen Gallus über das 3:0 gegen Sion. (Bild: Ralph Ribi)

Matthias Hüppi freut sich zusammen mit Peter Zeidler und Maskottchen Gallus über das 3:0 gegen Sion. (Bild: Ralph Ribi)

Ostschweizer Fussballfans warten sehnsüchtig auf das Spitzenspiel vom kommenden Sonntag in Bern, wenn das drittplatzierte St.Gallen gegen den Leader Young Boys antritt. Die Vorfreude weiter geschürt hat St.Gallens Trainer Peter Zeidler bei seinem Auftritt am Sonntagabend im Sportpanorama, als er zur besten Sendezeit über das erfolgreiche «Projekt FC St.Gallen» referieren durfte. Dabei war unter anderem die lange Serie von St.Galler Meisterschaftssiegen ohne Niederlage Thema – und sie führte zu kurzer Konfusion, als Moderator Paddy Kälin von «sieben Meisterschaftsspielen ohne Niederlage» sprach. Zeidler, leicht irritiert, fragte nach: «Waren es nicht sogar mehr?»

Das vorgezogene Spiel bringt Verwirrung

Nun, statistische Ungereimtheiten dürften die St.Galler in ihrem derzeitigen Höhenflug nicht allzu sehr berühren. Dennoch sei der Grund der unterschiedlichen Auffassungen erklärt: Wer auf dem Statistikblatt Runde für Runde betrachtet, sieht sieben erfolgreiche St.Galler Spiele in Folge aufgelistet. Da der FC St.Gallen die Niederlage gegen den FC Zürich aber in einem vorgezogenen Spiel der sechsten Runde bereits Mitte August eingezogen hat, fällt dieses Spiel in die Zeit vor der Siegesserie. Zeidler behält also recht: Acht erfolgreiche Meisterschaftsspiele in Folge waren es, mit sieben Siegen und dem 0:0 gegen Basel. In diese Serie hingegen fiel das Cup-Out in Winterthur.

Was die «Formtabelle» angeht, stehen die beflügelten Ostschweizer jedenfalls deutlich auf dem ersten Platz. Aus den acht vergangenen Spielen holten sie 22 Punkte – und stehen damit vor YB und Basel, die in dieser Zeit je 15 Zähler holten. Es ist nicht die einzige statistische Kategorie, in der die St. Galler Spitzenreiter sind. In sechs Auswärtsspielen haben sie 13 Punkte geholt – mehr als jedes andere Team der Liga.

Kein anderes Team kommt öfter zum Abschluss

Von der Swiss Football League (SFL) erhobene Daten bilden zudem die offensive Ausrichtung von Zeidlers Spiel ab: 202 Mal kamen die St. Galler in den 13 Saisonspielen zu einem Abschlussversuch, mehr als jedes andere Super-League-Team. Die Young Boys kommen lediglich auf 188 Versuche, der FC Basel auf 184 – im Unterschied zu den St. Gallern trafen Basel und YB aber 30 Mal ins Tor, die Ostschweizer 26 Mal. Was sich im Gegensatz zur vergangenen Saison verändert hat: St. Gallen sucht den Ballbesitz nicht mehr wie zuletzt, liegt diesbezüglich mit 50 Prozent im Tabellenmittelfeld. Spitzenreiter sind YB, Basel – und überraschend auch Thun mit über 53 Prozent. St. Gallen ist offensichtlich effizienter geworden.

Eine andere Zahl liess sich Zeidler am Sonntag im Fernsehen auf der Zunge zergehen. St. Gallen hat bereits jetzt einen Punkt mehr auf dem Konto als Absteiger Grasshoppers Ende Saison 2018/19. Die Ostschweizer könnten sich, so gesehen, schon bald zurücklehnen. Zeidlers Ziel dürfte ein anderes sein.

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