WM ST. MORITZ HEUTE: «Der Materialwechsel hat viel bewirkt»

Nachgefragt

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Der WM-Titel von Ilka Stuhec ist auch ein Erfolg für das Luzerner Unternehmen Stöckli Ski. CEO Marc Gläser erlebte einen «hektischen» Tag. Der 48-jährige Badener über die Wichtigkeit der Goldmedaille und die Sieges­feier.

Zitterten Sie mehr bei der Fahrt von Ilka Stuhec als bei einer Schweizerin?

Natürlich bei Ilka. In solchen Momenten schlägt das «Stöckli-Herz» dann doch ein bisschen höher. Nach ihrem Abschneiden in Super-G und Kombination war der Druck eindeutig da.

Rechnet man als CEO bereits durch, welchen Wert ein solcher Titel für das Unternehmen haben kann?

Man macht sich schon seine Gedanken. Wir investieren sehr viele Mittel in diesen Sport. Es braucht Medaillen und Podestplätze, damit wieder etwas davon zurückkommt.

Welchen Wert hat denn dieser Titel?

Das lässt sich nicht genau kalkulieren. Für uns ist es wichtig, diesen «Tina-Maze-Effekt» weiterzuführen, diesen Aufwind, den wir in den vergangenen sechs, sieben Jahren spüren. Experten sind sich einig, dass der Materialwechsel zu Stöckli viel bewirkt hat bei Stuhec. Für uns als kleine Manufaktur ist das genial.

Kann Stuhec bei Stöckli die Lücke von Tina Maze schliessen?

Es ist zu früh, um das beurteilen zu können. Man muss ihr sicherlich noch ein bis zwei Jahre Zeit lassen. Klar ist: Maze ist eine einzigartige Athletin, dementsprechend gross sind ihre Fussstapfen.

Wird am Montag in Malters auf die Medaille angestossen?

Normalerweise machen wir das immer nach Siegen. Aber momentan ist die Skimanufaktur wegen des Umbaus leergeräumt. Wir werden sicher irgendwie feiern. Auch mit den Leuten von Stöckli, die hier in St. Moritz sind.

Welche Perspektiven haben Ihre Fahrer in den restlichen Rennen?

Unsere aussichtsreichste Medaillenchance haben wir mit Viktoria Rebensburg im Riesenslalom. Das wäre das i-Tüpfelchen. (cza)