WM: Sprunger schafft den Sprung in den Final

Lea Sprunger läuft über 400 m Hürden souverän in den Final. Ebenfalls eine Runde weiter sind Mujinga Kambundji und Sarah Atcho über 200 m. Sie erreichen die Halbfinals ohne Probleme.

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Erschöpft, aber glücklich: Lea Sprunger. (Bild: KEY)

Erschöpft, aber glücklich: Lea Sprunger. (Bild: KEY)

Lea Sprunger zeigte ein taktisch hervorragendes Rennen und belegte in ihrer Serie knapp hinter Ristananna Tracey aus Jamaika in 54,82 Sekunden den zweiten Rang, womit sie den direkten Einzug in den Final schaffte.

Mit ihrem 15er-Rhythmus auf der Zielgeraden vergrösserte die 27-jährige Waadtländerin nochmals den Vorsprung auf die Verfolgerinnen, die zum Schluss den einen oder anderen Schritt mehr einbauen mussten. «Der Final war mein Ziel. Ich bin stolz auf mich, dass ich das so souverän ­geschafft habe», sprach sich Sprunger ein Eigenlob aus. Das Potenzial der EM-Dritten von Amsterdam ist unbestritten. In der Vergangenheit hatten ihr allerdings die Nerven des Öfteren einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die mentale Herausforderung im Halbfinal war deshalb ebenso gross wie die physische Aufgabe. «Ich war nicht so nervös wie früher. Ich bin jetzt eine ­andere Athletin», beteuerte sie. «Aber es war wichtig, zu zeigen, dass ich nicht nur in der Schweiz schnell laufen kann.» Der Final findet morgen Abend statt. Für die endschnelle Sprunger liegt ­einiges drin.

Kambundji erfüllt die Pflicht

Mujinga Kambundji erreichte über 200 m ohne Probleme die Halbfinals. Die 25-jährige Bernerin belegte in ihrer Vorlaufserie in 22,86 Sekunden hinter der Amerikanerin Kimberlyn Duncan den zweiten Platz. Der Rückstand von mehr als vier Zehntel auf ihre ­Saisonbestleistung sorgte bei der Bernerin zunächst für Stirnrunzeln. Die Differenz lässt sich aber durch den Gegenwind, die Kälte und wohl durch die Beschaffenheit der Bahn erklären. Eine im Vergleich zu ihrer Saisonbest­leistung wertvollere Leistung gelang Sarah Atcho. Die Silbermedaillengewinnerin der U23-EM durchmass die halbe Bahnrunde bei Windstille in 23,09 Sekunden und löste als Nummer zwei ihrer Serie das Halbfinal-Ticket. (sda)