WM-QUALIFIKATION: Deutschland und England qualifizieren sich

Deutschland blieb dank eines 3:1 in Nordirland auch im neunten Spiel unversehrt, England besiegte Slowenien 1:0. Polen fehlt noch ein Punk.

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Robert Lewandowski war der überragende Spieler auf dem Platz. (Bild: Hrant Khachatryan/AP)

Robert Lewandowski war der überragende Spieler auf dem Platz. (Bild: Hrant Khachatryan/AP)

Gegen Nordirland fand Sebastian Rudy bereits nach 77 Sekunden einen Weg zum Torerfolg. Der Bayern-Akteur traf mit einem Hammer aus 25 Metern präzise ins hohe Eck. 20 Minuten später erhöhte Sandro Wagner, der in den vergangenen beiden Qualifikationsspielen Timo Werner vertritt, ebenfalls von ausserhalb des Strafraums mit seinem vierten Tor im vierten Länderspiel. Nach Joshua Kimmichs 3:0 aus spitzem Winkel (86.) erzielte Josh Magennis im Belfaster Windsor Park in der Nachspielzeit noch den Ehrentreffer.

Nach neun der zehn Runden ist der DFB-Elf die Qualifikation für die Titelkämpfe in Russland im kommenden Jahr damit auch rechnerisch nicht mehr zu nehmen. Nordirland, das gegen die Deutschen mit drei englischen Zweitliga- und zwei Drittligaspielern antrat, steht als Barrage-Teilnehmer fest. Tschechien, das in Aserbaidschan 2:1 gewann, Norwegen (8:0 in San Marino) und Aserbaidschan können Nordirland nicht mehr verdrängen.

England minimalistisch

England wahrte seine acht Jahre währende Unbesiegtheit in Qualifikationsspielen mit einem Last-Minute-Sieg gegen Slowenien. Harry Kane – wer sonst? – erzielte den Siegtreffer in der 94. Minute. Tottenhams Torgarant, der im vergangenen September wettbewerbsübergreifend in acht Spielen 13-mal getroffen hatte, war damit an acht der zehn vergangenen Toren Englands direkt beteiligt.

Hinter England ist das Rennen um Platz zwei weiterhin spannend. Schottland ist dank eines 1:0 gegen die seit der 23. Minute dezimierte Slowakei (Gelb-Rot gegen Robert Mak) neu Zweiter, zwei Punkte vor der Slowakei und Slowenien, das am kommenden Sonntag Schottland empfängt.

Dänemark wahrt Chance

Mit einem diskussionslosen 6:1 in Armenien machte Polen einen grossen Schritt Richtung Endrunde im kommenden Jahr in Russland. Der Leader der Gruppe E führt die Tabelle eine Runde vor Schluss drei Punkte vor Dänemark an, das seine Chancen mit einem 1:0 im Verfolgerduell bei Montenegro wahrte.

Robert Lewandowski war einmal mehr der überragende Spieler bei den Polen. Der Stürmerstar erzielte seine Tore 13, 14 und 15 in der laufenden Kampagne und schob sich damit wieder an Portugals Cristiano Ronaldo (14) vorbei. Mit nunmehr 50 Länderspiel-Treffern löste der 29-Jährige Wlodzimierz Luban­ski als polnischen Rekordtorschützen ab. Der heute 70-Jährige hatte zwischen 1963 und 1980 48-mal für sein Land getroffen. (sda)