WM-KAMPAGNE: Keine Experimente

Vladimir Petkovic hat für das Heimspiel gegen Lettland den bewährten Stamm der Schweizer Equipe nominiert.

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Im Tor und im defensiven Mittelfeld hätten sie keine Probleme, sagte Nationaltrainer Vladimir Petkovic mit einem leicht sarkastischen Unterton. Ihm sind die Unebenheiten der vergangenen Club-Wochen nicht entgangen. Viele Spieler sind nur Ersatz, andere weiterhin oder neu verletzt. Neben Breel Embolo, der einen Rückfall erlitten hat, mussten auch der Wolfsburger Ricardo Rodriguez und Galatasarays Topskorer Eren Derdiyok Forfait ­erklären. Unvorteilhaft ist die Situation auch bei diversen Schlüsselfiguren. Offensiv-Regisseur Xherdan Shaqiri oder die beiden im Normalfall im Nationalteam gesetzten Innenverteidiger Johan Djourou und Fabian Schär spielen zuletzt keine Rolle mehr. Haris Seferovic hat sich in Frankfurt wegen einer Tätlichkeit selber ins Abseits manövriert, der Status von Admir Mehmedi bei Leverkusen ist nach wie vor ungeklärt. Dramatisieren will Petkovic die Situation nicht. «Ich lasse meine Spieler generell nicht gleich bei ersten Anzeichen von Schwierigkeiten in Stich», sagt er.

Pluspunkte sammelte hingegen Remo Freuler. Mit Atalanta Bergamo gehört er zu den Entdeckungen der Serie A. Ebenfalls in den Fokus spielte sich Steven Zuber. In seinem dritten Jahr mit der TSG Hoffenheim hat der frühere GC-Junior den Durchbruch geschafft. Gut möglich, dass er zum SFV-Début gelangt. Ein Comeback ermöglicht Petkovic dem Offensiv-Spezialisten Josip Drmic. Der WM-Teilnehmer ­gehört erstmals seit November 2015 zum Kreis der Nationalmannschaft. Der 25-Jährige hat sich von seiner Knieoperation erholt und fällt in Gladbach wieder primär positiv auf. (sda)