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Wir sind auch WM-Fahrer

WM-Kolumne
Christian Brägger, Nischni Nowgorod

Wir weilen mit den Schweizern im Trainingslager in Feusisberg. Wir folgen ihnen ins Tessin und bis nach Spanien. Wir sehen sie in Villarreal ein 1:1 holen und Tage später ein 2:0 gegen Japan in Lugano. Wir tun es dem Team gleich und packen die Koffer, mit Weitsicht wie Granit Xhaka, der einen langen Verbleib in Russland prophezeit. Wir fliegen mit der Mannschaft nach Samara und fahren danach getrennt mit dem Bus nach Toljatti, wo wir ebenfalls unser WM-Quartier beziehen.

Dann wieder packen, diesmal den kleineren Koffer. Wir fliegen nach Rostow am Don ans erste WM-Spiel, die Anspannung wächst. Wir begleiten die Schweizer an die Pressekonferenzen vor und nach dem Spiel. Wir holen – irgendwie gemeinsam – ein 1:1 gegen Brasilien, sehen Neymar und Marcelo. Am nächsten Tag fliegen wir zurück nach Samara, von dort geht’s mit dem Bus nach Toljatti, die Fahrt dauert wie immer eine Stunde. Wir besprechen mit den Schweizern das 1:1 und bereiten uns gemeinsam auf Serbien vor. Wir packen wieder die kleineren Koffer und sehen die WM-Partie gegen Serbien in Kaliningrad, und im Nachgang analysieren wir mit den Spielern das Gesehene, halten ihnen die Mikrofone vor die Nase. Wir sind übermüdet, weil der Flug zurück nach Samara noch in der Nacht um drei Uhr stattfinden muss.

Ein freier Tag wird der Sonntag nicht, der Nachgang der Serbien-Partie beschäftigt uns. Wir warten auf die Urteile der Fifa, atmen durch. Dann packen wir wieder die kleineren Koffer, wir fliegen mit viel Verspätung nach Nischni Nowgorod. Wir sehen die Schweizer wieder an den Pressekonferenzen. Wir hoffen auf den Gruppensieg – das nächste Spiel wäre dann im Toljatti-nahen Samara.

Ja, wir sind mit den Schweizern im WM-Modus. Wenn sie aus dem Turnier fliegen, scheiden auch wir aus. Gemeinsam reisen wir dann nach Hause. Doch wir sind zuversichtlich. Und hoffen wie sie auf einen langen, russischen Sommer.

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