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Neuer FCL-Trainer René Weiler: «Wir müssen realistisch bleiben»

Der FC Luzern will morgen (16 Uhr) in Thun im zweiten Spiel der Saison erstmals punkten. Unter Druck sieht sich der neue Trainer René Weiler nicht. Er will stattdessen die hohe Erwartungshaltung drosseln.
Raphael Gutzwiller
Nachdenklicher FCL-Trainer René Weiler während des Spiels gegen Neuchâtel Xamax. Links neben ihm wartet Rechtsverteidiger Christian Schwegler ungeduldig, bis er einwerfen darf. (Bild: Melanie Duchène/Keystone (Luzern, 21. Juli 2018))

Nachdenklicher FCL-Trainer René Weiler während des Spiels gegen Neuchâtel Xamax. Links neben ihm wartet Rechtsverteidiger Christian Schwegler ungeduldig, bis er einwerfen darf. (Bild: Melanie Duchène/Keystone (Luzern, 21. Juli 2018))

Die «Orangen» starten einen Angriff, Lucas Alves spielt auf René Weiler, der sein Überziehleibchen nur in der Hand hält, gekonnt spielt er von der Position des Linksverteidigers einen Pass weiter auf Valeriane Gvilia.

Im am Freitag Vormittag des FC Luzern auf dem Kunst­rasen auf der Allmend ist Trainer René Weiler mittendrin statt nur dabei. Die «Orangen», das vermeintliche Ersatzteam, hat deutlich weniger Spieler als die mögliche Startelf gegen den FC Thun. Dabei hat der FCL eigentlich ein 25-Mann-Kader. Doch es fehlen mehrere Spieler verletzt: Lazar Cirkovic, Stefan Knezevic, Marvin Schulz, Claudio Lustenberger und Tomi Juric. Zudem ist der neue Stürmer Blessing Eleke noch nicht spielberechtigt.

«Es ist nicht dasselbe Team wie letzte Saison»

Nicht nur wegen der dünnen Personaldecke mag es René Weiler nicht, wenn man Vergleiche anstellt, etwa zur letzten Rückrunde, als man unter dem jetzigen YB-Trainer Gerardo Seoane vom neunten auf den dritten Rang vorstiess. Warum er denn im Saisonstartspiel gegen Xamax (0:2) nicht einfach dieselben Spieler auflaufen liess, wie in der erfolgreichen Rückrunde, wurde er gefragt. «Das macht doch keinen Sinn. Es spielt niemand, nur weil er beim vorherigen Trainer gesetzt war. Alle Spieler haben eine neue Chance verdient, können sich aufdrängen», so Weiler. Namentlich waren viele Fans erstaunt, dass Valeriane Gvilia, Silvan Sidler, Shkelqim Demhasaj und Idriz Voca nur auf der Bank sassen. «Mein Job als Trainer ist es, jenes Team aufzustellen, bei dem ich davon ausgehe, dass wir am meisten Erfolg haben. Ich sehe die Spieler tagtäglich im Training, bin im steten Austausch. Wenn jemand auf der Bank Platz nimmt, gibt es dafür bestimmt Gründe.»

Weiler versucht im Gespräch mit den Medien, bewusst die Erwartungshaltung an sein Team zu drosseln. So verweist er darauf, dass Hekuran Kryeziu (Zürich) und Jonas Omlin (Basel) den FC Luzern verlassen haben, zudem seien einige Spieler verletzt. «Dieselbe Mannschaft wie in der letzten Rückrunde ist es also nicht», sagt er. «Wir haben nicht die finanziellen Mittel, um solche Abgänge wie Omlin und Kryeziu eins zu eins zu ersetzen.»

Reklamieren möchte der ehemalige Anderlecht-Trainer jedoch nicht. «Ich bin wirklich glücklich hier in Luzern, es ist eine grosse Herausforderung. Aber wir müssen realistisch bleiben. Ich gehe davon aus, dass es viel Geduld braucht, um hier etwas aufzubauen und das Team zu entwickeln. Dass wir nicht gleich durchstarten und jedes Spiel gewinnen, war uns bewusst», so Weiler, der noch kein Saisonziel definieren möchte. «Dazu müsste ich wissen, wie das Kader Ende August genau aussieht.» Angestrebt werde ein Mittelfeldplatz, zwischen Rang drei und neun sei vieles möglich.

Im Gespräch mit den Journalisten erklärt Weiler mehrfach, dass er sich nicht zu langweiligen Fragen äussern möchte. Zu viel zu diskutieren gäbe es nach einem Spiel sowieso noch nicht. Er schüttelt auch nur den Kopf darüber, dass er von diversen Basler Medien als Nachfolgekandidat von Trainer Raphael Wicky beim FC Basel gehandelt wird.

Stattdessen redet er lieber über das Spiel, das morgen in Thun stattfindet. Dabei ist das Thema weniger der Gegner, dafür mehr die Unterlage. «Kunstrasen ist ein Vorteil für das Heimteam», sagt Weiler. Auch hier gilt sein Motto beim FCL: aus den Umständen das Beste zu machen. Das wären in Thun drei Punkte.

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