«Wir fragen uns, ob es Sinn macht»

Der FC St. Gallen ist im Verletzungspech. Nach Ilija Ivic sowie Dzengis Cavusevic hat sich auch Neuzugang Daniel Sikorski einen Kreuzbandriss zugezogen und fällt monatelang aus. Trainer Jeff Saibene über Zufälle, allfällige weitere Transfers und Alternativen.

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Jeff Saibene Trainer FC St. Gallen (Bild: Urs Bucher)

Jeff Saibene Trainer FC St. Gallen (Bild: Urs Bucher)

Der FC St. Gallen ist im Verletzungspech. Nach Ilija Ivic sowie Dzengis Cavusevic hat sich auch Neuzugang Daniel Sikorski einen Kreuzbandriss zugezogen und fällt monatelang aus. Trainer Jeff Saibene über Zufälle, allfällige weitere Transfers und Alternativen.

Waren Sie im Stadion, als sich Daniel Sikorski mit dem Nachwuchsteam am Samstag gegen Kriens das Kreuzband des rechten Knies gerissen hat?

Nein, ich war nicht dabei, man hat es mir hinterher aber mitgeteilt. Natürlich war es ein Schock. Wir haben unglaublich schwere Verletzungen zu beklagen – drei Kreuzbandrisse und der Schienbeinbruch von Sven Lehmann. Das ist grosses Pech. Aber Einfluss nehmen können wir nicht. Hätten wir viele Spieler mit Muskelproblemen, müssten wir uns eher fragen,

ob wir etwas ändern sollten.

Drei Kreuzbandrisse innerhalb weniger Monate sind also Zufall?

Pech und Zufall.

Ist es auch Zufall, dass sich mit Cavusevic, Lehmann und nun Sikorski drei Spieler mit dem Nachwuchsteam schwer verletzten?

Auch das ist Pech und Zufall.

Sikorskis Transfer wurde nach den Verletzungen von Cavusevic und Lehmann getätigt. Mit Goran Karanovic und Alhassane Keita verfügt St. Gallen nur noch über zwei gelernte Stürmer. Wird der Club nun nochmals aktiv?

Möglich ist nur noch die Verpflichtung eines U21-Spielers oder eines vertragslosen Akteurs. Wir wollen aber nichts überstürzen. Wir absolvieren in den nächsten drei Wochen sieben Partien. Wenn wir einen Spieler verpflichten, braucht es Zeit, bis er die Bewilligung hat und fit ist. So kann man sich fragen, ob ein weiterer Transfer zum jetzigen Zeitpunkt Sinn macht.

Gibt es den Gedanken, bis zur Öffnung des Transferfensters Mitte Januar zu warten?

Das ist eher ein Thema.

Kürzlich sagten Sie, Matias Vitkieviez könnte ebenfalls im Sturm spielen. Gibt es weitere Alternativen aus Ihrem aktuellen Kader?

Vitkieviez war bei Servette auch schon Stürmer, er könnte die Position einnehmen. Aber auch Marco Mathys könnte im Angriff spielen. Deutschland beispielsweise setzte am vergangenen Freitag in der WM-Qualifikation mit Mesut Özil auch auf einen Mittelfeldspieler als Spitze. Zudem gibt es im modernen Fussball Mannschaften, die ganz ohne Stürmer auskommen. Wir verfallen nicht in Panik. Es wird Lösungen geben. (pl)

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