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WIMBLEDON: Roger Federer gewinnt seinen achten Wimbledon-Titel

Roger Federer bezwang den Kroaten Marin Cilic in drei Sätzen mit 6:3, 6:1 und 6:4. Der Schweizer ist damit Rekordsieger in London. Insgesamt bestritt der Schweizer bereits seinen elften Final im traditionsträchtigen Turnier und sicherte sich heute seinen insgesamt 19. Grand-Slam-Turnier.
BRITAIN WIMBLEDON TENNIS (Bild: ALASTAIR GRANT (AP))

BRITAIN WIMBLEDON TENNIS (Bild: ALASTAIR GRANT (AP))

Der Spuk auf dem berühmtesten Tenniscourt der Welt dauerte nur gerade 101 Minuten. Einzig die ersten vier Games boten Spannung. Cilic, der Federer auf dem Weg zu seinem US-Open-Triumph 2014 im Halbfinal deklassiert hatte, verschaffte sich beim Stand von 2:1 die erste Breakchance - und vergab sie mit einem Returnfehler auf einen durchschnittlichen zweiten Aufschlag. Es war bereits der Anfang vom Ende.

2018 Australien Open gegen Marin Cilic 6:2, 6:7, 6:3, 3:6 und 6:1 (Bild: Nicolas Luttiau / Freshfocus)
2017 Wimbledongegen Marin Cilic 6:3, 6:1, 6:4. (Bild: EPA/FACUNDO ARRIZABALAGA)
2003 Wimbledon gegen Mark Philippoussis (AUS) 7:6, 6:2, 7:6 (Bild: Gerry Penny / Keystone)
2004 Australian Open gegen Marat Safin (RUS) 7:6, 6:4, 6:2. (Bild: Julian Smith / Keystone)
2004 US Open gegen Lleyton Hewitt (AUS) 6:0, 7:6, 6:0. (Bild: Kathy Willens / Keystone)
2004 Wimbledon gegen Andy Roddick (USA) 4:6, 7:5, 7:6, 6:4 (Bild: ANJA NIEDRINGHAUS)
2005 US Open gegen André Agassi (USA) 6:3, 2:6, 7:6, 6:1 (Bild: Andrew Gombert / Keystone)
2005 Wimbledon gegen Andy Roddick (USA) 6:2, 7:6, 6:4. (Bild: Anja Niedringshaus / Keystone)
2006 Australian Open gegen Marcos Baghdatis (ZYP) 5:7, 7:5, 6:0, 6:2. (Bild: Dennis M. Sabangan / Keystone)
2006 US Open gegen Andy Roddick (USA) 6:2, 4:6, 7:5, 6:1. (Bild: Peter Foley / Keystone)
2006 Wimbledon gegen Rafael Nadal (ESP) 6:0, 7:6, 6:7, 6:3 (Bild: Alastair Grant / Keystone)
2007 Australian Open gegen Fernando Gonzalez (ESP) 7:6, 6:4, 6:4 (Bild: Rob Griffith / Keystone)
2007 Wimbledon gegen Rafael Nadal (ESP) 7:6, 4:6, 7:6, 2:6, 6:2 (Bild: Alastair Grant / Keystone)
2007 US Open gegen Novak Djokovic (SRB) 7:6, 7:6, 6:4. (Bild: Justin Lane / Keystone)
2008 US Open gegen Andy Murray (GBR) 6:2, 7:5, 6:2. (Bild: Charles Krupa / Keystone)
2009 French Open gegen Robin Söderling (SWE) 6:1, 7:6, 6:4 (Bild: BERNAT ARMANGUE)
2009 Wimbledon gegen Andy Roddick (USA) 5:7, 7:6, 7:6, 3:6, 16:14 (Bild: Hugo Philpott / Keystone)
2010 Australian Open gegen Andy Murray (GBR) 6:3, 6:4, 7:6 (Bild: Franck Robichon / Keystone)
2012 Wimbledon Andy Murray (GBR) 4:6, 7:5, 6:3, 6:4 (Bild: Jonathan Brady / Keystone)
2017 Australian Open gegen Rafael Nadal 6:4, 3:6, 6:1, 3:6, 6:3 (Bild: Mark R. Cristiano / Keystone)
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Die 18 Grand-Slam-Titel von Roger Federer

Im nächsten Game gelang Federer seinerseits das erste Break. In der Folge verlor er nur sechs weitere Games. Spätestens ab dem zweiten Satz wurde zudem deutlich, dass der als Nummer 7 gesetzte Kroate Mühe hatte, sich zu bewegen. Er liess sich am Fuss behandeln, dem Anschein nach wegen einer grossen Blase, und kämpfte immerhin bis zum Schluss. Nach einem Break zum 4:3 im dritten Satz war die Frage jedoch nur noch, ob Federer den Sieg noch vor einem drohenden Regenguss unter Dach und Fach bringen würde. Mit einem Ass beim zweiten Matchball gelang ihm auch dies souverän.

Nachdem er im Januar am Australian Open seinen 18. Grand-Slam-Titel im Anschluss an eine fünfmonatige Verletzungspause völlig überraschend geholt hatte, setzte sich Federer in Wimbledon als Favorit so überlegen wie noch nie durch. Als erst zweiter Spieler in der Profiära (seit 1968) nach Björn Borg 1976 holte er den Titel ohne Satzverlust. Federer war diese Kunststück bei einem Major zuvor erst einmal gelungen: beim Australian Open 2007.

Mit 35 Jahren und 342 Tagen ist Federer der älteste Wimbledon-Sieger der Neuzeit. Am wichtigsten aber: Mit nun acht Titeln - dem ersten seit 2012 - setzte er sich am prestigeträchtigsten Tennisevent der Welt um eine Einheit vor William Renshaw und Pete Sampras.

Federer wird nach der Fortsetzung seiner märchenhaften Saison in der Weltrangliste auf Platz 3 vorstossen. Erstmals seit 2009 gewinnt er mindestens zwei Major-Turnier in einem Jahr, nachdem er Anfang Saison schon das Australian Open für sich entschieden hat. (sda)

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