Wiler Captain vor Abgang – Spiel in Baulmes abgebrochen

FUSSBALL. Der Abstiegskampf zwischen Aufsteiger Le Mont und Wil dauerte nur gerade eine Halbzeit und wird nicht gewertet. Wegen dichtem Nebel in Baulmes, wo Le Mont seine Heimspiele austrägt, war die Durchführung der Partie von allem Anfang an ein Grenzfall.

Simon Dudle/Baulmes
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Sandro Lombardi Captain FC Wil (Bild: pd)

Sandro Lombardi Captain FC Wil (Bild: pd)

FUSSBALL. Der Abstiegskampf zwischen Aufsteiger Le Mont und Wil dauerte nur gerade eine Halbzeit und wird nicht gewertet. Wegen dichtem Nebel in Baulmes, wo Le Mont seine Heimspiele austrägt, war die Durchführung der Partie von allem Anfang an ein Grenzfall. Als der Nebel im Verlauf der ersten Halbzeit noch dichter wurde, sah man nicht mehr vom einem Tor zum anderen. Genau das ist die Voraussetzung, um ein Fussballspiel durchzuführen. Schiedsrichter Fedayi San verlängerte zuerst die Pause um eine Viertelstunde und brach dann ab. «Wie mit diesem Spiel weiter verfahren wird, entscheidet die Wettspielkommission. Die Erfahrung hat gezeigt, dass in vielen solcher Fälle das Spiel neu angesetzt wurde und wieder von vorne begann», sagte San. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest.

Ex-Wiler trifft gegen Wil

Den Wilern kam der Abbruch nicht ungelegen. Denn sie hatten eine weitere Halbzeit abgeliefert, die nicht genügte. «Acht Elftel der Mannschaft kamen nicht auf Betriebstemperatur. Man sieht, dass der Druck enorm gross ist», sagte Wils Trainer Francesco Gabriele. Einmal mehr waren die Ostschweizer früh in Rückstand geraten. Nach einem Freistoss hatte der ehemalige Wiler Sehar Fejzulahi ausserhalb des Strafraums viel Zeit, um sich den Ball zurechtzulegen und das 1:0 zu erzielen. Erst im Verlauf der ersten Halbzeit fanden die Gäste in die Partie und kamen durch Dario Koller und Marko Muslin zu zwei Möglichkeiten.

Lombardis Flirt mit Lugano

Während der 20jährige Nachwuchsspieler Robin Estermann in der Innenverteidigung sein Début in der Challenge League gab, könnte Captain Sandro Lombardi den FC Wil verlassen und zu Lugano wechseln. Tessiner Medien vermeldeten am Wochenende, dass sich die Parteien bereits einig seien, aber noch Details geklärt werden müssten. «Es hat Gespräche gegeben. Unterschrieben ist aber noch nichts», sagte Wils Präsident Roger Bigger. Der Vertrag von Mittelfeldspieler Lombardi war im Sommer 2012 um drei Jahre verlängert worden. Hinsichtlich dieser Saison übernahm der Frauenfelder von Marko Muslin das Amt des Captains.