Wildwuchs bei Rückennummern

An der EM in Frankreich sind die Spieler aller Mannschaften mit den Rückennummern von 1 bis 23 unterwegs. Im Clubfussball sieht man zum Teil ganz andere Nummern. Der Dortmunder Goalie Roman Bürki hat zum Beispiel die 38. Weshalb ist dies so?

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An der EM in Frankreich sind die Spieler aller Mannschaften mit den Rückennummern von 1 bis 23 unterwegs. Im Clubfussball sieht man zum Teil ganz andere Nummern. Der Dortmunder Goalie Roman Bürki hat zum Beispiel die 38. Weshalb ist dies so?

An den grossen internationalen Turnier ist es für jedes Team Vorschrift, die Spieler mit den Rückennummern 1 bis 23 auflaufen zu lassen. Die Schweizer Liga erlaubt hingegen Nummern von 1 bis 99, wobei die ersten 16 Zahlen vor dem Beginn einer Saison einem Spieler fix zugeteilt werden müssen. Der erst in der Winterpause vom FC St. Gallen verpflichtete Gianluca Gaudino spielte beispielsweise mit der Nummer 28, der Türke Batuhan Karadeniz wählte die 94. Nicht vergeben wird von den Clubs in der Regel die 12, die für das Publikum – den zwölften Mann – steht.

Früher war die Nummernvergabe geordneter. Die Spieler der Startformation liefen mit den Rückennummern 1 bis 11 auf. Der Goalie hatte die 1, Verteidiger erhielten tiefe Zahlen, Offensivspieler höhere. Die besten Akteure wie Pelé oder Michel Platini trugen die 10. Die erste grosse Ausnahme betraf Johan Cruyff, der sich für die 14 entschied. Die Ausnahmen wurden freilich immer mehr zur Gewohnheit. Das Schweizer Innenverteidigerduo Johan Djourou und Fabian Schär spielt an der EM mit der 20 und der 22. Das wäre früher unvorstellbar gewesen. (dg)

Weshalb tun die das? Die Welt des Sports steckt voller kleiner Rätsel. Einigen zentralen und weniger zentralen Fragen aus der Welt der Profis geht die Sportredaktion in dieser Rubrik nach.