Wil verliert zuhause knapp gegen den FC Thun

Im letzten Heimspiel der Saison müssen sich die Wiler mit 1:2 geschlagen geben. Der entscheidende Gegentreffer fiel in einer Phase, in der das Heimteam deutlich näher an einer Führung war.

Gianluca Lombardi
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Thun's Alexander Gerndt sorgte für die erstmalige Gästeführung.

Thun's Alexander Gerndt sorgte für die erstmalige Gästeführung.

Bild: Gianluca Lombardi

Dass die Vorbereitung auf die neue Saison bereits in der Schlussphase der alten Spielzeit beginnt, haben die Wiler an diesem warmen Samstagabend unter Beweis gestellt. Cheftrainer Brunello Iacopetta verzichtete auf gewohnte 4-3-3 und stellte auf ein 4-4-2 mit einer Raute im Mittelfeld um. Philipp Muntwiler übernahm erneut den Part des Innenverteidigers.

Die Systemumstellung hatte zur Folge, dass die Wiler im ersten Durchgang sichtlich Mühe hatten sich zu entfalten. Der erste Treffer an diesem Abend ging auf das Konto des FC Thun. Bereits früh gingen die Berner Oberlänger mit 1:0 in Front. Alexander Gerndt stand in der dritten Minute goldrichtig und lenkte zur Gästeführung ab.

Es folgte eine Art Wiler Schockstarre, in der auf Seiten der Äbtestädter nur wenig zusammen passte. Vor allem Offensiv agierten die Hausherren äusserst harmlos. Die Thuner waren dem 2:0 deutlich näher als der FC Wil dem Ausgleich. Weil aber Pius Dorn aus kürzester Distanz den Ball nicht im Tor unterbrachte, blieb es bis zur Pause bei der knappen Gästeführung.

Spätzünder

Es dauerte nach der Pause rund eine Viertelstunde, bis bei den Wilern der Knoten platzte. Nun rollte plötzlich Angriff um Angriff auf das Tor der Berner Oberländer, ehe Philipp Muntwiler nach einer Ecke zum 1:1 einköpfte. Dass die Thuner zu diesem Zeitpunkt immer noch erst bei einem Tor standen, lag allen voran an Josué. Der Aussenbahnspieler der Gäste versagte gleich zweimal aus bester Position.

Die Äbtestädter waren nun drauf und dran die Partie zu ihren Gunsten zu entscheiden. Doch immer wieder war ein Bein eines Verteidigers, der Torhüter oder die eigene Zielgenauigkeit im Weg. Genau in der Phase in der die Wiler drückend überlegen waren, entwischte Gabriel Kyeremateng und erzielte die neuerliche Gästeführung.

Darauf hatten die Wiler keine zählbare Antwort mehr parat, so dass eine unglückliche, aber nicht unverdiente, Heimniederlage resultierte. Den Wilern bleibt noch eine Chance für einen versöhnlichen Saisonabschluss. Nächsten Samstag gastieren die Ostschweizer in Neuenburg.

Telegramm:

FC Wil 1900 – FC Thun 1:2 (0:1)
Sportpark Bergholz, Wil: 810 Zuschauer – Sr: Drmic.
Tore: 3. Gerndt 0:1, 69. Muntwiler 1:1, 85. Kyeremateng 1:2.
Wil: Keller; Dickenmann, Muntwiler, Sauter, Heule (79. Frei); Saho (70. Isamili), Zumberi, Fazliu, Bahloul (70. Brahimi); Silvio (79. Lukembila), Toure (79. Abazi).
Thun: Ziswiler; Dorn, Havenaar, Wyssen, Bürki; Castroman, Roth (85. Roth); Josué (62. Dos Santos), Karlen (85. Fatkic), Schwizer (62. Ahmed); Gerndt (25. Kyeremateng).
Bemerkungen: Wil ohne Ndau (gesperrt), Bega, Malinowski, Reichmuth, Rustemosku, Tonbul (alle verletzt) und Abubakar (nicht im Aufgebot). Thun ohne Ndongo (gesperrt), Dushica, Lekaj, Stucki (alle verletzt), Loosli und Schüpbach (beide nicht im Aufgebot). – 74. Lattenkopfball Wyssen.
Verwarnungen: 47. Schwizer, 52. Sauter, 63. Saho, 92. Dorn.

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