Der FC Wil unterliegt Kriens trotz drückender Überlegenheit

Der FC Wil verliert sein Heimspiel gegen den SC Kriens mit 0:1. Die Wiler dominieren ihren Gegner, bringen aber kein Tor zustande. Pechvogel des Abends war Valon Fazliu, der zweimal den Pfosten traf.

Gianluca Lombardi
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Maren Haile-Selassie (rechts) und der FC Wil stolpern über den SC Kriens.

Maren Haile-Selassie (rechts) und der FC Wil stolpern über den SC Kriens.

Bild: Gianluca Lombardi

Von Beginn weg übernahmen die Wiler das Zepter in dieser Partie. Die Krienser hatten Mühe mit dem Tempo der Ostschweizer und wussten sich oft nur mit Fouls zu helfen. So war es nicht verwunderlich, dass die Gäste im ersten Durchgang nur zu einer Tormöglichkeit kamen. Diese hatte es aber in sich. Nachdem die Wiler es verpasst haben, zügig umzuschalten, tauchten die Innerschweizer allein vor Torhüter Philipp Köhn auf, scheiterten aber im Eins-gegen-Eins an ihm.

Das war es dann aber auch mit der Krienser Herrlichkeit. Fortan bestimmten die Wiler die Partie. Die Hausherren erspielten sich immer wieder gute Möglichkeiten. Die beste liess Samuel Ballet liegen, als er aus wenigen Metern den Ball am Tor vorbei schob. Vorausgegangen war eine Vorarbeit die schöner kaum hätte sein können.

Mit der rasanten Spielart der Wiler hatten die Gäste sichtlich Probleme und mussten froh sein, dass die Partie torlos in die Pause ging. Für die Wiler wäre mehr möglich gewesen.

Glückliche Krienser Führung

Nach dem Seitenwechsel ging es im gleichen Stil weiter. Während sich die Krienser hinten rein stellten, drückten die Wiler auf die Führung. Angriff um Angriff rollte in Richtung des Luzerner Tors. Doch dieses blieb für die Wiler weiterhin wie verriegelt. Spätestens, als ein Freistoss von Valon Fazliu am Pfosten landete, resignierten wohl die ersten Zuschauer. Es war der zweite Aluminiumtreffer an diesem Abend.

Doch die Wiler gaben nicht auf. Sie liefen weiter an, das Tor lag in der Luft. Und der Treffer fiel. Doch auf der falschen Seite. Aus dem Nichts gingen die Krienser in Führung. Asumah Abubakar stieg nach einem Freistoss am höchsten und überraschte die Wiler Hintermannschaft. Von diesem Rückschlag erholte sich das Team von Trainer Alex Frei nicht mehr.

Die Innerschweizer spielten diese Führung geschickt zu Ende und entführten drei Punkte aus Wil. Aus Sicht der Wiler war das ein Abend zum Vergessen. Es war ein Spiel, das in dieser Art und Weise nicht verloren werden darf. Da half auch die Anwesenheit von Stargast Roberto Blanco nichts.

Telegramm:

Wil – Kriens 0:1 (0:0)
Bergholz, Wil: 470 Zuschauer – Schiedsrichter: Wolfensberger.
Tore: 82. A. Abubakar 0:1.
Wil: Köhn; Talabidi (88. Paunescu), Izmirlioglu, Sauter, Schäppi (88.Sarcevic); Muntwiler, Krasniqi; Brahimi (71. Jones), Fazliu, Haile-Selassie; Ballet (80. Kamber).
Kriens: Brügger; Urtic, Berisha, Alessandrini; Bürgisser (78. Kukeli); Ulrich, Sadrijaj, Yesilcayir (63. Mistrafovic), Costa; Mulaj (63. Maloku), A. Abubakar (88. Dieng).
Bemerkungen: Wil ohne Camara, Ndau, Klein, Zumberi (alle verletzt), De Mol, Mayer, Mettler und Blasucci (alle nicht im Aufgebot). Kriens ohne Fanger, Tadic, Rustemoski, Aliu (alle verletzt), Follonier, Zizzi und Busset (alle nicht im Aufgebot).
Verwarnungen: 2. Alessandrini, 23. Krasniqi, 43. Urtic, 46. Berisha, 52. Costa, 81. Talabidi.