Wil-Spieler wartet weiter auf Geld

Sandro Lombardi fordert seit Monaten Geld. Nicht von den Investoren des FC Wil, sondern von seinem einstigen Arbeitgeber Lugano. Auch eine Betreibung half bisher nichts. Heute gastiert er mit Wil in Wohlen.

Simon Dudle
Drucken
Teilen
Sandro Lombardi Flügelspieler FC Wil (Bild: pd)

Sandro Lombardi Flügelspieler FC Wil (Bild: pd)

FUSSBALL. Wenn Sandro Lombardi, Thurgauer Flügelspieler in Diensten des FC Wil, auf seine Wirkenszeit in Lugano zurückblickt, spricht er von einer schönen Zeit mit einem unschönen Ende. Mit Präsident Angelo Renzetti gab es am Schluss Streit, der Ende September zur Vertragsauflösung und zur Rückkehr nach Wil führte (unsere Zeitung berichtete am 3. Oktober).

Frist endet heute

Aber nicht nur das: Lombardi wartet seit Monaten auf Geld des FC Lugano. Konkret geht es um die Aufstiegsprämie in der Höhe von 20 000 Franken. Versprochen wurde ihm das Geld von Pablo Betancur, der bei Lombardis Wechsel in die Südschweiz zu 40 Prozent am FC Lugano beteiligt war und gleichzeitig Lombardis Berater ist. Im vergangenen Sommer trennten sich Betancur und Lugano-Präsident Renzetti im Streit. Das vertraglich zugesicherte Prämiengeld, das im Juni hätte fliessen sollen, fehlt noch immer. Auch der Umstand, dass Lombardi Renzetti betreibt, half bisher nichts. Die von Lombardi gesetzte Frist per Ende Oktober scheint unverrichteter Dinge zu verstreichen. Er will nun mit seinem Anwalt das weitere Vorgehen besprechen.

Seit 2009 in Wohlen sieglos

Vorerst richtet Lombardi den Fokus aber wieder auf sportliche Belange. In der Challenge League steht heute um 17.45 Uhr das Auswärtsspiel gegen Wohlen auf dem Programm. Die Wiler gastieren als Tabellenzweiter beim Tabellenvorletzten aus dem Aargauer Freiamt. Wil ist aber seit dem Jahr 2009 im Stadion Niedermatten ohne Sieg – in acht Spielen hintereinander.

An der Seitenlinie steht zum zweitenmal Interimstrainer Philipp Dux, da noch kein Nachfolger für den vergangene Woche entlassenen Fuat Capa gefunden worden ist. Mit Ausnahme des verletzten Samir Fazli können die Wiler heute auf das gesamte Kader zurückgreifen.