Wil schluckt weitere bittere Pille

In der Challenge League bezieht Wil die vierte Niederlage in Folge und verliert in Vaduz 2:3. Das entscheidende Tor durch Pascal Cerrone fällt in der Schlussphase.

Simon Dudle/Vaduz
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FUSSBALL. Wie schon acht Tage zuvor im Cupspiel gegen Basel muss der FC Wil eine 2:3-Niederlage akzeptieren, die durch ein Tor gut drei Minuten vor dem Spielende besiegelt wurde. Der dritte Vaduzer Treffer war die Konsequenz einer Leistungssteigerung der Liechtensteiner im Verlauf der zweiten Halbzeit.

Für die Wiler ist diese Niederlage besonders bitter, weil lange kaum etwas darauf hingedeutet hatte, dass sie nach 13 Spielen ohne Niederlage zu Saisonbeginn nun die vierte Niederlage hintereinander würden einstecken müssen. Denn bereits in der Startphase gingen die Gäste in Führung, als Claudio Holenstein seinen dritten Saisontreffer erzielte. Es war der Beginn einer spektakulären Startphase, in der vier Tore fielen – drei davon innerhalb von sechs Minuten.

Schärs Prachtstor

Franz Burgmeier war es vorbehalten, innerhalb von knapp drei Minuten aus dem 0:1 ein 2:1 für die Vaduzer zu machen. Beim Ausgleich profitierte er nach einem Corner von einer zu kurz geratenen Abwehr das Wiler Goalies Guillaume Faivre, beim Führungstreffer war Burgmeier zentral vor dem Tor von der Wiler Abwehr vergessen gegangen.

Die Gäste reagierten prompt und kamen zum neuerlichen Ausgleich, noch bevor ein Viertel des Spiels absolviert war. Eine Corner-Variante landete bei Fabian Schär, der von der Strafraumgrenze aus volley via Lattenunterkante ins Tor traf. «Dies haben wir ein Jahr lang im Training geübt», sagte Wils Trainer Axel Thoma nach dem Spiel zu dieser Situation.

Wil rutscht ab

Vor allem zu Beginn der zweiten Halbzeit waren die Wiler, die über das ganze Spiel gesehen einen guten Auftritt an den Tag legten, dem Führungstor nahe, jedoch traf Adis Jahovic nur die Latte. Auch die Vaduzer hatten aber ihre Chancen, trafen zweimal die Torumrandung und in der Schlussphase zum entscheidenden 3:2 ins Tor. Statt in der Tabelle bis auf einen Punkt zum Barrage-Platz aufzuschliessen rutschten die Wiler auf Platz fünf ab.