Der FC Wil hofft im Spitzenspiel gegen den Leader auf die Trendwende

Das Spitzenspiel der Challenge League am Freitag beim FC Lausanne-Sport ist für die Wiler eine weitere Reifeprüfung.

Gianluca Lombardi
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Der Wiler Goalgetter Filip Stojilkovic. (Marc Schumacher/Freshfocus)

Der Wiler Goalgetter Filip Stojilkovic. (Marc Schumacher/Freshfocus)

Die Wiler wollen zurück in die Erfolgsspur. Dies am Freitag um 20 Uhr ausgerechnet bei Leader Lausanne zu schaffen erscheint auf den ersten Blick als «Mission Impossible». Liest man die nackten Zahlen, spricht wenig bis kaum etwas für einen Wiler Punktgewinn auf der altehrwürdigen Pontaise.

Bereits dreimal erzielten die Waadtländer in dieser Spielzeit mehr als vier Tore vor eigenem Anhang. 5:1, 5:0 und 5:0 lauteten die drei höchsten Heimsiege. Mit sechs Siegen und einem Unentschieden weist der Aufstiegskandidat Nummer eins eine fast makellose Heimbilanz vor. Dabei kassierte die Mannschaft von Trainer Giorgio Contini nur gerade zwei Gegentreffer.

Wil holt ein 0:2 auf

Nachdem die Wiler zuletzt ausgerechnet mit 2:4 und 1:4 verloren haben, sehen nicht wenige das Unterfangen Punktgewinn als Mammutaufgabe. Doch dem eifrigen Challenge-­League-Beobachter ist genauso aufgefallen, dass die Wiler durchaus Comeback-Qualitäten haben.

Vor wenigen Wochen lag die Mannschaft gegen die Romands zur Halbzeit mit 0:2 zurück und steckte in einer fast aussichtslosen Situation. Wo andere Teams sich längst darauf konzentriert hätten, den Schaden in Grenzen zu halten, rappelten sich die Ostschweizer auf und glichen die Partie doch noch aus.

Zurück zur Unbekümmertheit

Wil gehört derzeit wohl zu den wenigen Vereinen in der Challenge League, welche dem FC Lausanne-Sport auf Augenhöhe begegnen können. Beim Auswärtsspiel in der Westschweiz muss Trainer Ciriaco Sforza aber ohne Kwadwo Duah, Dominik Schmid und Zivko Kostadinovic auskommen.

Allesamt holten sich gegen den FC Chiasso einen Platzverweis und ziehen das eine oder andere freie Wochenende ein. Doch wenn die Wiler zurück zu ihrer Unbekümmertheit finden, dürften auch diese Ausfälle kompensierbar sein.

Das Juwel im Sturm

Sinnbildlich für dieses Attribut steht der junge Stürmer Filip Stojilkovic. Der 19-jährige U21-­Nationalspieler ist mit 14 Skorerpunkten der gefährlichste Wiler Angreifer. Seine Torgefährlichkeit, aber auch seine unbändige Laufbereitschaft könnten gegen Lausanne-Sport zwei der Schlüsselfaktoren sein.

Nicht selten treibt Stojilkovic seine Gegenspieler durch aggressives Pressing zu Fehlern. Auch wenn die letzten Resultate nicht dafür sprechen, verstecken werden sich die Wiler in Lausanne nicht müssen.