Challenge League
Der FC Wil geht in Neuenburg mit 0:3 unter

In der Maladière ist für den FC Wil an diesem Sonntag nichts zu holen. Die Ostschweizer kassieren eine deutliche 0:3-Niederlage und sind damit noch gut bedient. Wils Torhüter Nils de Mol ist der mit Abstand beste Wiler Akteur.

Gianluca Lombardi
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Wils Noah Jones (links) und Kastrijot Ndau (rechts) können ihren ehemaligen Teamkollegen Maren Haile-Selassie nicht stoppen.

Wils Noah Jones (links) und Kastrijot Ndau (rechts) können ihren ehemaligen Teamkollegen Maren Haile-Selassie nicht stoppen.

Bild: Gianlica Lomabardi

In der Startphase der Partie deutete noch nicht viel darauf hin, dass die Wiler erneut den Kürzeren ziehen würden. Doch mit zunehmender Spieldauer wurden die Neuenburger immer gefährlicher und hatten in der Summe die gefährlicheren Aktionen.

So war es nicht verwunderlich, dass am Ende auch die Statistiken nicht vermuten liessen, wie die Kräfteverhältnisse tatsächlich waren.

Gleich mehrfach durften sich die Wiler bei ihrem Torhüter bedanken. Spätestens nach seiner Glanzparade kurz vor der Pause, hatte zumindest er seine Ligatauglichkeit an diesem Sonntagnachmittag unter Beweis gestellt. Seinen Vorderleuten gelang dies bis hin zur Pause nur phasenweise.

Wil macht es Xamax leicht

So waren die Wiler mit dem 0:1 zur Pause noch gut bedient. Sie machten es den Neuenburgern in einige Situationen viel zu leicht. So gesehen bei der Heimführung, als Louis Mafouta einen langen Ball in aller Ruhe auf Maren Haile-Selassie zurücklegen konnte, welcher dankend in die lange Torecke verwandelte.

Der Lerneffekt war erschreckend gering, nur zwei Minuten später war es wieder Mafouta, der einen langen Ball ungehindert verarbeiten konnte.

Chancen nicht genutzt

Die Wiler hatten vor allem nach der Pause immer mehr Mühe mit dem Tempo der Neuenburger. Nachdem die Ostschweizer es gleich zweimal verpasst hatten, den Ausgleich zu erzielen, erhöhte Xamax im direkten Gegenzug auf 2:0. Es war nur einem überragende Nils de Mol zu verdanken, dass nicht früher noch weitere Treffer fielen.

Spätestens als Valon Fazliu nach seinem Kung-Fu-Tritt rot sah, war die Vorentscheidung gefallen. Das 3:0 durch Mafouta war der gerechte Lohn für die Gastgeber. Auch hier ging eine Glanzparade des Wiler Torhüters voraus. Spätestens als in der Nachspielzeit auch noch Serkan Izmirlioglu rot sah, wurden die Fragezeichen noch grösser.

Es fehlt an Qualität

Kann der FC Wil so die Liga halten? Eine Frage, die sich nach vier Spielen nicht beantworten lässt. Der Auftritt vom Sonntag muss aber Alarmglocken klingeln lassen. Wie schon in den Partien zuvor, blieben viele Spieler den Beweis ihrer Ligatauglichkeit schuldig. Es dürfte für die Ostschweizer unerlässlich sein, nochmals auf dem Transfermarkt tätig zu werden. Ob und was für Möglichkeiten die Wiler noch haben, werden die nächsten Wochen zeigen.

Telegramm:

Neuchâtel Xamax – Wil 3:0 (1:0)
Maladière – 3491 Zuschauer – Sr. Staubli.
Tore: 18. Haile-Selassie 1:0. 53. Haile-Selassie 2:0. 78. Mafouta 3:0.
Xamax: Guivarch; Gomes (93. Ouattara), Epitaux, Berisha, Tavares; Veloso; Gazzetta (61. Nuzzolo), Hammerich (82. Faiz); Haile-Selassie (82. Alili), Mafouta, Lahiouel (82. Surdez).
Wil: de Mol; Dickenmann, Muntwiler, Sauter, Brahimi; Ismaili, Kamber, Ndau; Bahloul (89. Daniel), Fazliu; Jones.
Bemerkungen: Xamax ohne Beloko, Dakouri, Goncalves, Ouhafsa, Pasche (alle verletzt), Djuric und Morina (beide nicht im Aufgebot). Wil ohne Heule, Malinowski, Rustemoski (alle verletzt), Krunic und Silvio (beide krank).
Verwarnungen: 31. Gazzetta, 67. Brahimi. – Platzverweise: 68. Fazliu, 92. Izmirlioglu.

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