Wil erkämpft sich einen Punkt gegen Schaffhausen

Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge, gibt es für die Wiler den ersten Punkt in der Rückrunde. In einer eng umkämpften Partie konnten sich Äbtestädter nur wenige Torchancen erspielen und müssen mit diesem Punkt leben.

Gianluca Lombardi
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Kwadwo Duah (Wil) im Zweikampf mit Danilo del Toro (Schaffhausen). (Bild: Gianluca Lombardi)

Kwadwo Duah (Wil) im Zweikampf mit Danilo del Toro (Schaffhausen). (Bild: Gianluca Lombardi)

Für die meisten der anwesenden Zuschauer, war dieses Unentschieden eine gefühlte Niederlage. Zwar hatte der FC Wil, vor allem kämpferisch, einige Vorteile, schaffte es aber nicht sich zwingenden Torchancen zu erspielen. Das torlose Remis war die logische Konsequenz dieses Abends. Dass hinten aber die Null gehalten werden konnte, darf durchaus Erfolg gewertet werden.

Sucht man an diesem Abend nach weiteren Highlights, wird man aber äusserst schwer tun. Beide Mannschaften wirkten offensiv verkrampft und standen in der Defensive sicher. Für die Liebhaber von Offensivspektakeln war das wohl die falsche Veranstaltung. Die Leistungen der beiden Mannschaften dürfen aber von diesem Eindruck nicht geschmälert werden.

Kampfbetontes Spiel

In der ersten Halbzeit begegneten sich die Mannschaften über weite Strecken auf Augenhöhe. Die besseren Torchancen hatten die Hausherren. Die beste Möglichkeit vergab Julian von Moos kurz vor der Pause, doch er zögerte mit seinem Abschluss zu lange. Nur kurze Zeit später plädierten einige im Stadion auf Elfmeter, doch Schiedsrichter Luca Cibelli liess weiterlaufen als Mergim Brahimi im Strafraum gelegt wurde. Das 0:0 zur Pause entsprach dem Gezeigten.

Ciriaco Sforza trieb sein Team unermüdlich nach vorne. (Bild: Gianluca Lombardi)

Ciriaco Sforza trieb sein Team unermüdlich nach vorne. (Bild: Gianluca Lombardi)

Nach der Pause traten die Wiler deutlich aggressiver auf und standen nun fortan näher an bei Ihren Gegenspielern. Damit erkämpften sich die Äbtestädter phasenweise deutliche Vorteile, verspielten aber diese immer wieder mit unnötigen Ballverlusten. Vor allem auf den letzten Metern fehlte es erneut an der nötigen Zielstrebigkeit, aber auch an Unbeschwertheit.

Wenig Chancen, keine Tore

Eben diese Unbeschwertheit scheint dem FC Wil seit geraumer Zeit abhanden gekommen zu sein. Beispiele dafür gab es an diesem Samstagabend einige. Ein Querpass da, ein Rückpass dort – schaffte es man dann doch einmal in die Tiefe zu spielen, fand die darauffolgende Flanke in der Mitte keinen Abnehmer. Das war zwar in der Offensive mehr als in der Woche zuvor gegen den SC Kriens, aber noch nicht genug um ein Tor zu erzielen.

Und der FC Schaffhausen? Der war anwesend, spielte ein wenig mit und versuchte kämpferisch dagegen zu halten. Offensiv war bei den Munotstädtern nicht wesentlich mehr los als beim FC Wil. Das war aber auch der Tatsache geschuldet, dass Murat Yakin seinen Mannen mit einer doch recht defensiven Ausrichtung auf das Feld schickte.

Am Ende bezogen die beiden Mannschaften ein völlig leistungsgerechtes 0:0. Betrachtet man den Aufwand, den die beiden Mannschaften betrieben haben, wäre ein Sieg der Wiler nicht völlig verkehrt gewesen. Die Punkteteilung hatte aber aufgrund der wenigen Strafraumszenen mehr Richtigkeit. Den nächsten Anlauf nehmen die Wiler am kommenden Samstag beim FC Chiasso. Die Tessiner stehen abgeschlagen am Tabellenende und brauchen dringend einen Sieg.

Telegramm:

FC Wil 1900 – FC Schaffhausen 0:0 (0:0)

Bergholz, Wil: 910 Zuschauer. – Sr: Luca Cibelli.

Tore: Fehlanzeige.

FC Wil 1900: Mossi; Rohner (67. Bosic), Kamberi, Schmied, Schmid; Abedini (71. Ndau); Padula, Muntwiler, Brahimi, Duah; von Moos (63. Silvio).

FC Schaffhausen: Saipi; Qollaku, Kaiser, Mujcic, Belometti; Lika, Bunjaku; Barry (60. Paulinho), Taipi (89. Coulibaly), Del Toro; Sessolo (84. Mezu).

Bemerkungen: Wil ohne Traber (krank), Schäppi, Wörnhard, Fazliu, B. Krasniqi und Klein (verletzt), Kostadinovic (nicht im Aufgebot). Schaffhausen ohne J. Krasniqi, Nikci, Tanzillo, Vitija (verletzt), Mevlja, Tranquilli, Bislimi, Djodjevic, Bajrami und Imeri (alle nicht im Aufgebot).

Verwarnungen: 4. Del Toro, 53. Lika, 86. Paulinho.