Wil bestätigt seine Heimstärke

In der Challenge League besiegen die Ostschweizer Aufsteiger Delémont mit 3:1. Obwohl die Wiler in der Schlussphase ins Zittern kommen, ist ihr Erfolg verdient.

Simon Dudle
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Fussball. Im Heimspiel gegen Delémont unterstrich der FC Wil, dass er derzeit vor eigenem Anhang schwer zu besiegen ist. Seit Anfang Oktober und dem 1:2 gegen Chiasso hat er sechs Mal im Bergholz gespielt und dabei neben einem Unentschieden fünf Siege realisiert.

Der 3:1-Erfolg gegen Aufsteiger Delémont war verdient, da die Wiler mehr Spielanteile besassen, den Gegner schon weit in dessen Platzhälfte störten und sich ein deutliches Chancenplus erarbeiteten. Mitte der ersten Halbzeit gingen die Wiler in Führung, als Claudio Holenstein von der linken Seite mit einer präzisen Flanke Dzengis Cavusevic bediente und dieser per Kopf das 1:0 erzielte.

Schär trifft mit dem Rücken

Eine Reaktion der an diesem Tag uninspirierten Jurassier blieb aus und das 2:0 war eine Frage der Zeit. Es hätte wenige Sekunden nach der Pause fallen sollen, als Cavusevic alleine auf Delémont-Torhüter Beat Weber zulief, aber an diesem scheiterte. Sieben Minuten später war der zweite Wiler Treffer Tatsache, als Fabian Schär mit dem Rücken den Ball über die Linie beförderte. Die Entscheidung war dies aber noch nicht. Michaël Rodriguez, der beste Torschütze der Jurassier, traf auch gegen Wil – und dies sehenswert. Sein Abschluss aus rund 30 Metern senkte sich hinter Torhüter Davide Taini ins Tor. Auch wenn sowohl Wils Trainer Axel Thoma als auch Club-Präsident Roger Bigger hinterher sagten, dass sie in keiner Phase der Partie um den Sieg gebangt hätten, kamen die Wiler in den letzten Minuten des Spiels ins Zittern.

Cavusevic zum sechsten

Delémont hatte allerdings nicht die Mittel, um die Wiler Abwehr ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. So war es Cavusevic mit seinem sechsten Saisontreffer in der Nachspielzeit vorbehalten, die Frage über den Sieger des Spiels abschliessend zu klären.