WIEDERBELEBT: Die Barrage steht vor der Rückkehr

In der Swiss Football League bleibt fast alles beim Alten. Es wird weiterhin mit je zehn Teams in den obersten zwei Ligen gespielt. Zwischen dem Neunten der Super League und dem Zweiten der Challenge League soll wieder eine Barrage eingeführt werden.

Merken
Drucken
Teilen
Im Mai 2005 verliert der FC St. Gallen in der Barrage gegen Bellinzona das letzte Spiel im Espenmoos, worauf es zu Randalen kam. (Bild: Archiv)

Im Mai 2005 verliert der FC St. Gallen in der Barrage gegen Bellinzona das letzte Spiel im Espenmoos, worauf es zu Randalen kam. (Bild: Archiv)

Die Swiss Football League (SFL) kam nach ausführlicher Analyse zusammen mit ihren wichtigsten Entscheidungsträgern sowie den Clubvertretern zum Schluss, dass am bisherigen Format festgehalten werden soll. Damit wird auch in Zukunft in der Super League und in der Challenge League mit zehn Teams gespielt.

Keine Zwölferliga und keine Playoff-Spiele

Die Untersuchungen ergaben, dass die Anzahl Standorte in der Schweiz mit dem wirtschaftlichen Potenzial und der Infrastruktur für Profifussball limitiert ist, weswegen Modelle mit mehr als zwölf Klubs keine Option waren. Eine oberste Liga mit zwölf Teams wäre zwar wünschenswert gewesen, die Wiedereinführung einer Final- und Abstiegsrunde wurde aus wirtschaftlichen und terminlichen Gründen aber verworfen.

Geprüft wurden auch Möglichkeiten, die Attraktivität im Rahmen der Zehnerliga zu erhöhen. Eine Punktehalbierung zur Hälfte der Saison oder die Einführung von Playoff-Spielen zwischen den Rängen zwei bis fünf zur Ermittlung der Europacup-Teilnehmer fanden aus Gründen der fehlenden sportlichen Fairness aber keine Mehrheit.

Zwei Drittel müssen für die Barrage stimmen

Wieder eingeführt werden sollen die Barrage-Spiele zwischen dem Neuntklassierten der Super League und dem Zweitklassierten der Challenge League. Die zwanzig Clubs der beiden höchsten Schweizer Ligen werden am 10. November an der Generalversammlung über den Vorschlag abstimmen. Für die Wiedereinführung der Barrage ist eine Zweidrittelmehrheit erforderlich.

An dieser Generalversammlung stellt sich Heinrich Schifferle, seit 2011 Präsident der SFL, für eine Wiederwahl als Präsident für ein weiteres Jahr zur Verfügung. Er ist bei der Abstimmung der einzige Kandidat. Von den acht weiteren Komiteemitgliedern treten der ehemalige St.-Gallen-Präsident Dölf Früh, Bernhard Heusler und Jean-Claude Donzé zurück. (sda)