Wieder vergibt Gossau den Vorsprung

Fortitudo Gossau verliert in der NLA auch das zweite Spiel gegen Stäfa auswärts 31:33 (13:13). Die St. Galler verbleiben damit als Elfte in der Tabelle auf einem direkten Abstiegsplatz.

Rabea Huber/Stäfa
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HANDBALL. Fortitudos Mirko Milosevic erzielte seinen vierten Treffer. Doch statt den Gossauern jubelte der Gegner. Zeitgleich mit dem Tor zum 31:33 ertönte die Schlusssirene. Die Niederlage von Milosevics Team war damit Tatsache. Die Stäfner fielen sich in die Arme, liessen sich vom Publikum feiern. Konsternierte Gesichter hingegen bei den Gossauern.

Nach der Heimniederlage gegen die Zürcher im Oktober war das gestrige Rückspiel der Hauptrunde für Fortitudo enorm wichtig, um Abstand von einem direkten Abstiegsplatz zu gewinnen. Die Niederlage in Stäfa war aus Sicht der Gossauer alles andere als zwingend. Denn wie bereits im Heimspiel hatten sie über weite Strecken in Führung gelegen.

Fahrlässige Fehler in Folge

«Wir haben gut gespielt, gut gekämpft. Aber eben nicht gut genug», sagte Milosevic frustriert. «Die zwei, drei Minuten, in denen wir nicht hundertprozentig gekämpft hatten, waren entscheidend.» In der 45. Minute hatte Gossau noch mit 23:21 geführt. Doch dann leisteten sich die Gäste gleich mehrere fahrlässige Fehler in Folge. Stäfa nahm die vorzeitigen Weihnachtsgeschenke dankend an und wendete den Rückstand dank Gegenstössen zum 24:23.

Es war während 60 Minuten eine umkämpfte Angelegenheit. Gegenseitige Geschenke waren die Ausnahme. Die beiden Teams neutralisierten sich meist gegenseitig. Die Führung wechselte hin und her – und damit auch der psychologische Vorteil. Mit mehr als zwei Toren konnte sich aber keine Mannschaft absetzen.

Zu ungeduldig agiert

Auch mit der Führung der Zürcher ab der 47. Minute war die Partie noch nicht entschieden. Denn nun waren es die Gossauer, die Fehler des Heimteams zum 28:27 acht Minuten vor Ende nutzten. Aber wiederum konnten die Gossauer ihr Spiel nicht konsequent durchziehen. «Als doch noch etwas drinlag, haben wir nicht mehr richtig gespielt und zu oft, zu schnell abgeschlossen», sagte Milosevic.

Sein Team wirkte in der entscheidenden Phase immer verunsicherter. Plötzlich getraute sich kein Gossauer mehr, den Ball in Richtung Tor zu werfen. Mit drei Toren in Folge zog Stäfa auf 33:30 davon. Dazwischen gab es von Fortitudo nur Fehlpässe. Und zum Abschluss Milosevics Treffer, der an der Niederlage aber nichts mehr änderte.