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Wieder kehrt beim EV Zug der Schlendrian ein – klare Niederlage in Biel

Nach der formidablen Leistung beim 4:2-Sieg gegen Bern lässt der EV Zug wieder eine ungenügende folgen. Erstmals diese Saison verlieren die Zentralschweizer gegen Biel – 1:5.
René Barmettler, Biel
Die Bieler bejubeln das 1:0, EVZ-Torhüter Tobias Stephan hat das Nachsehen. (Bild: Anthony Anex/Keystone (Biel, 26. Februar 2019))

Die Bieler bejubeln das 1:0, EVZ-Torhüter Tobias Stephan hat das Nachsehen. (Bild: Anthony Anex/Keystone (Biel, 26. Februar 2019))

Als Sven Senteler in der 35. Minute seinen bereits 17. Saisontreffer für den EV Zug erzielte, war das Spiel vorentschieden. Doch nicht für die Zuger: Nach dem Sieg über Bern hielt in Biel wieder der Schlendrian Einzug. Die Bieler gingen bis zur 32. Minute mit 4:0 in Führung und hatten danach keine grosse Mühe mehr, den Sieg über die Zeit zu bringen, und siegten schliesslich mit 5:1.

«Nach dem 1:4 glaubte ich daran, dass wir das Spiel noch wenden können», sagte der EVZ-Torschütze. Doch Senteler musste eingestehen: «Einmal mehr erwischten wir nicht den besten Tag. Der Gegner, der um die Playoffs kämpfen muss, war bereit. Bei uns hat das Feuer gefehlt, das man noch gegen Bern gesehen hat.»

Alle Statistiken sprachen eigentlich für Zug

Der EHC Biel geriet zuletzt in den Krisenmodus, und das bei einem Saisonstart mit acht Siegen aus neun Spielen. Die Berner Seeländer gerieten nach Neujahr immer mehr in Gefahr, aus den Playoff-Rangierungen herauszufallen. Das verleitete den Verwaltungsrat, eine Aussprache mit dem Team zu suchen. Schliesslich sind die Ansprüche mit dem neuen Stadion und dem letztjährigen Playoff-Halbfinal gegen Lugano (2:4 nach einem 2:0-Spiele-Vorsprung) gestiegen. Die Diskussionen wurden letzten Donnerstag geführt, und offensichtlich trugen diese Früchte: Am Wochenende holte Biel gegen die Direktkonkurrenten Ambri-Piotta und SCL Tigers fünf wichtige Zähler. Das trug den Bernern ein Polster von vier Punkten auf den Tabellenstrich ein.

Doch am Dienstagabend gastierten die Zuger in der Tissot-Arena. Drei Niederlagen, 5:11 Tore lautete die Saisonbilanz. Und es liess sich keine Statistik finden, in der der EHCB besser wäre als die Zentralschweizer. Die Zuger schwingen im Powerplay, Unterzahlspiel, in der Torabschluss­effizienz, der Goaliestatistik und sogar ihrem Schwachpunkt, den Bullys (Puckeinwürfe), obenaus. Doch an diesem Abend wollte Biel scheinbar etwas gegen die schlechten Statistiken tun. Als EVZ-Verteidiger Santeri Alatalo auf die Strafbank musste, war es Damien Riat, der dieses Überzahlspiel zum 1:0 nützte (11.). Goalie To­bias Stephan liess nach einem Schuss von Robbie Earl den Puck fallen, der Biel-Stürmer musste diesen bloss noch über die Linie schieben. Auch beim 0:2 sah Stephan nicht vorteilhaft aus: Damien Brunner zog alleine auf ihn los, wieder blieb die Scheibe vor ihm liegen, Topskorer Toni Rajala vollendete (17.). Jonas Hiller, Stephans Gegenüber, stoppte den Sololauf von Reto Suri hingegen ohne Probleme (18.).

Keine Besserung dann im Mitteldrittel: Alatalo glitt unbedrängt aus, Earl bedankte sich mit dem 3:0 (26.). Auch Zugs Dennis Everberg scheiterte alleine vor Hiller (28.), ehe Dominik Diem in Unterzahl das 4:0 schoss. Dieses Zwischenergebnis passt ins Bild der Zuger, wenn sie gegenwärtig gegen Teams spielen, die noch um die Playoffs kämpfen. Auch gegen Lausanne (2:5) und Ambri (3:6) unterliefen ihnen viele leichtsinnige Fehler. Es sind nicht lustlose Auftritte, aber ohne absolute Geschlossenheit ist der eigentliche Angstgegner vieler Teams eine fast zu leichte Beute. Noch hat Zug drei Spiele Zeit, um gegen Lugano, Ambri und Fribourg den Schlendrian rechtzeitig zu vertreiben. «Diese Spiele müssen wir nutzen, um für die Playoffs dann bereit zu sein», sagte Sven Senteler.

Biel - Zug 5:1 (2:0, 2:1, 1:0)

5364 Zuschauer. - SR Stricker/Urban, Duarte/Progin. - Tore: 11. Riat (Earl, Salmela/Ausschluss Alatalo) 1:0. 17. Rajala (Brunner) 2:0. 26. Earl 3:0. 33. Diem (Künzle (Salmela/Ausschluss Tschantré!) 4:0. 35. Senteler (Zehnder, Zgraggen) 4:1. 53. Rajala (Maurer) 5:2. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Biel, 3mal 2 Minuten gegen Zug. - PostFinance-Topskorer: Rajala; Martschini.

Biel: Hiller; Sataric, Salmela; Moser, Maurer; Fey, Forster; Petschenig; Pedretti, Pouliot, Rajala; Brunner, Fuchs, Earl; Riat, Diem, Künzle; Schmutz, Neuenschwander, Lüthi; Tschantré.

Zug: Stephan; Morant, Diaz; Thiry, Alatalo; Schlumpf, Zgraggen; Zryd, Stadler; Klingberg, Flynn, Everberg; Martschini, McIntyre, Suri; Lammer, Albrecht, Simion; Zehnder, Senteler, Schnyder.

Bemerkungen: Biel ohne Hügli, Kreis, Paupe (alle verletzt) und Kärki (überzähliger Ausländer), Zug ohne Volejnicek (verletzt) und Roe (überzähliger Ausländer). Rajala verletzt ausgeschieden (58.).

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