Wieder in die Spur kommen

Ein Raunen ging durch die über 10 000 deutschen Zuschauer im Basler St.-Jakob-Park als der Speaker nach dem Spiel noch einmal darauf hinwies, dass dies der erste Schweizer Sieg gegen den Nachbarn seit 1956 war. Das war kaum einem Deutschen bekannt.

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Ein Raunen ging durch die über 10 000 deutschen Zuschauer im Basler St.-Jakob-Park als der Speaker nach dem Spiel noch einmal darauf hinwies, dass dies der erste Schweizer Sieg gegen den Nachbarn seit 1956 war. Das war kaum einem Deutschen bekannt. «Und wir waren dabei», nahmen es Besucher im weissen Dress des deutschen Nationalteams mit Humor.

Ärgerliches Ergebnis

Auch Nationalcoach Joachim Löw nahm die 3:5-Niederlage gelassen hin. Das Ergebnis sei zwar «ärgerlich», und es seien «unheimlich viele Dinge passiert», die ihm nicht gefallen hätten. Er mache sich aber keine Sorgen mit Blick auf die EM, «wir werden wieder in die Spur kommen». Die Aufarbeitung erfolgte im Trainingslager in Südfrankreich, denn 45 Minuten nach Spielschluss waren er und seine Mannschaft bereits auf dem Weg zum Flughafen.

Einem Spieler musste Löw gestern besondere Aufmerksamkeit widmen. Gerade erst 20jährig geworden, kam Marc-André Ter Stegen zu seinem Début im Nationalteam. Und wohl noch nie war ein deutscher Torhüter bei seinem ersten Einsatz von seinen Vorderleuten so im Stich gelassen worden. «Es tut schon weh», sagte Mönchengladbachs Goalie, der, laut der «Süddeutschen Zeitung», unmittelbar nach Spielschluss aussah, als wäre er zum dritten Mal durch die Fahrprüfung gefallen.

Ter Stegen nicht zur EM

Aber nicht nur Löw nahm seinen Goalie in Schutz. «Jetzt nimm doch mal diese Dortmunder Frösche raus», so ein deutscher Anhänger. Anlass der Kritik waren dabei nicht in erster Linie die grünen Auswärtstrikots, welche die Verteidiger Mats Hummels und Marcel Schmelzer seiner Ansicht nach lediglich spazieren trugen. Trotzdem hat Löw Ter Stegen zusammen mit Cacau sowie den unerfahrenen Julian Draxler und Sven Bender gestern aus dem EM-Kader gestrichen. (tw)

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