Wieder ein Rückschlag

Der FC Kreuzlingen kassiert in der 2. Liga interregional nach zuletzt zwei Siegen eine bittere 1:2-Heimniederlage gegen den neuen Leader Küsnacht ZH.

Bruno Brütsch
Drucken
Teilen
Auch Neuzugang Florian Onken (18) konnte die Heimniederlage des FC Kreuzlingen nicht verhindern. (Bild: Mario Gaccioli)

Auch Neuzugang Florian Onken (18) konnte die Heimniederlage des FC Kreuzlingen nicht verhindern. (Bild: Mario Gaccioli)

fussball. Wenn alles optimal läuft, kann der FCK begeistern. So beim 4:0 über Diepoldsau und noch viel mehr beim 4:2-Auswärtssieg bei Herisau. Mit einem weiteren Erfolg über Küsnacht, als Tabellenzweiter an den Bodensee gereist, wollte man sich nun in der Spitzengruppe etablieren. Doch diesem FCK fehlt einfach die Substanz, ein Spiel zu gewinnen, auch ohne restlos zu überzeugen. Das liegt am enormen Leistungsgefälle innerhalb der Mannschaft.

Junge Spieler, die vor kurzem noch ein Reservistendasein in unteren Ligen fristeten, sollen plötzlich gestandene Challenge-League-Akteure wie Alfonso Santabarbara oder den erstmals auflaufenden Fabian Onken unterstützen. Das passt (noch) nicht zusammen.

Küsnacht, das über 90 Minuten keineswegs unwiderstehlich aufspielte, erwischte den besseren Start. Nach einer Viertelstunde verfehlte Stürmer Evariste freistehend. Der Zürcher erfreute sich auch danach vieler Freiheiten, was er in der 25.

Minute prompt zu einem weiteren Vorstoss nützte. Den ungestümen Einsatz von Verteidiger Maccarone im Strafraum quittierte der Unparteiische überraschend mit einem Elfmeterpfiff. Mäder, der den verletzten Meier im Tor vertrat, blieb chancenlos. Das 0:1 riss die Gastgeber endlich aus ihrer Lethargie. Mit zwei, drei flüssigen Aktionen erzielten sie nur zwei Minuten später das 1:1.

Verteidiger Wagner musste den Ball nach eine Faustabwehr von Torhüter Rinaldi nur noch über die Linie schlagen (27.).

Bittere Lektion

Doch Spielfluss wollte kurz vor und erst recht nicht nach der Pause aufkommen. Das lag nicht nur am teilweise fehlerhaften Aufbau beider Teams, der Unparteiische pfiff konsequent jeden unsauber geführten Zweikampf ab. Eine Lektion, die der Heimklub bis zuletzt nicht kapierte, dafür in der 87. Minute bitter bestraft wurde.

Dann, als gleich drei Kreuzlinger einen Gast kurz vor der Strafraumgrenze attackierten, erkannte der Schiri fast schon logisch auf Freistoss. Der Ball fand via Innenpfosten zum 1:2 ins Netz.

Mehr Qualität nötig

Der FCK geschlagen und frustriert. Doch die mittlerweile dritte Niederlage im fünften Spiel hat gezeigt: Der FCK braucht dringend mehr spielerische Qualität. Auch wenn es nicht in die aktuelle Vereinspolitik passt.

Am nächsten Samstag gastiert der FCK beim Schlusslicht Arbon.

Aktuelle Nachrichten