DERBY
Wieder drei Gegentore – Wil verliert gegen Winterthur deutlich

Auch im zweiten Saisonspiel gibt es keine Punkte für den FC Wil. Im Derby gegen Winterthur verlieren die Äbtestädter diskussionslos 1:3.

Gianluca Lombardi aus Winterthur
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Es war zum Haare raufen - auch in Winterthur gibt es keine Punkte für Valon Fazliu und den FC Wil.

Es war zum Haare raufen - auch in Winterthur gibt es keine Punkte für Valon Fazliu und den FC Wil.

Bild: Gianluca Lombardi

Nein, diese erste Halbzeit war kein Augenschmaus für den Fussballfan. Spielerische Glanzpunkte gab es auf beiden Seiten in einem äusserst überschaubaren Mass. Torchancen waren Mangelware, jedoch in leichter Überzahl auf Winterthurer Seite vorhanden. So war es auch nicht verwunderlich, dass der erste Treffer an diesem Abend den Hausherren gehörte.

Wie schon gegen Vaduz, schafften es die Wiler nicht, nach einer Standardsituation nachhaltig zu klären. Im zweiten Anlauf brachten die Eulachstädter dann den Ball im Tor unter. Tobias Schättin verlängerte eine Flanke unhaltbar in die lange Torecke. Ein torloses Remis zur Pause hätte deutlicher dem Gezeigten entsprochen.

Kaum Derbycharakter

Die Partie verkam teilweise zu einer recht trostlosen Angelegenheit. Zwar versuchten die Wiler nach der Winterthur-Führung aggressiver zu stören, Erfolg hatten Sie damit aber nicht. Eine nennenswerte Torchance zum Ausgleich war nicht vorhanden. Das hatte wenig mit dem Auftritt vom letzten Wochenende zu tun, zumindest in der Offensive.

Eine erwähnenswerte Aktion hatten die Wiler dann aber doch. Diese gehörte aber dem Schlussmann Nils de Mol. Kurz vor der Heimführung packte er gegen den Weitschuss von Neftali Manzambi einen Big Save aus und bewahrte seine Kollegen zwischenzeitlich vor einem Rückstand.

Flotte zweite Halbzeit

Der Pausentee bekam dieser Partie gut. Beide Mannschaften kamen verbessert aus der Kabine und wurden mit ihren Auftritten eines Derbys würdig. Weiterhin Vorteile hatten die Gastgeber, wobei dieses Chancenplus nun noch deutlicher wurde. 54 Minuten waren gespielt, als es im Wiler Strafraum richtig brenzlig wurde, doch die Zürcher scheiterten gleich doppelt.

Es wäre die neuerliche Führung gewesen, weil kurz nach dem Seitenwechsel die Wiler zum Ausgleich gekommen waren. Der pfeilschnelle Sebastian Malinowski entwischte den Winterthurern und konnte nur mit einem Foul gestoppt werden. Valon Fazliu nahm dieses Elfmetergeschenk dankend an und egalisierte.

Hinten löchrig

Samir Ramizi hatte da aber etwas dagegen und brachte den Winterthurer FCW nach einer knappen Stunde wieder in Führung. Einmal mehr gewährten die Wiler ihren Gegner zu viele Freiheiten und verpassten es hinten, für Ruhe zu sorgen. Roman Buess setzte dann mit seinem 3:1 die Wiler definitiv schachmatt. Weil vor dem Tor zwei Bälle im Spiel waren, sorgte aber dieser Treffer für viel Gesprächsstoff.

Doch für mehr Diskussionen muss erneut die Wiler Leistung in der Defensive sorgen. Wie schon gegen Vaduz, gewährte man dem Gegner wiederholt zu viele Freiheiten. Nur selten waren die Äbtestädter wirklich auf der Höhe und entschlossen in den Zweikämpfen. Da muss sich bereits am nächsten Wochenende gegen Yverdon deutlich etwas ändern.

Telegramm:

FC Winterthur – FC Wil 1900 3:1 (1:0)
Schützenwiese, Winterthur: 2400 Zuschauer – Schiedsrichter: Kanagasingam.
Tore: 28. Schättin 1:0, 49. Fazliu (Foulelfmeter) 1:1, 56. Ramizi 2:1, 86. Buess 3:1.
Winterthur: Spiegel; Gantenbein (93. Isik), Gelmi, Lekaj, Schättin; Arnold, Pepsi (89. Baak); Manzambi (78. Ltajef), Alves (89. Corbaz), Ramizi (89. Ballet); Buess.
Wil: de Mol; Dickenmann (83. Daniel), Izmirlioglu, Muntwiler, Brahimi (67. Heule); Kamber, Ndau (83. Ismaili); Fazliu; Bahloul (83. Saho), Silvio (67. Rustemoski), Malinowski.
Bemerkungen: Winterthur ohne Kriz (gesperrt), Pauli, Roth (beide verletzt), Tolino, Goncalves, Costinha, Volkart, Di Nucci, Lovisa und Hammer (alle nicht im Aufgebot). Wil ohne Sauter (gespert), Abubakar, Jones, Krunic und Zumberi (alle nicht im Aufgebot).
Verwarnungen: 52. Bahloul, 63. Brahimi, 73. Dickenmann.

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