Wie frei sind wir?

KULTUR IN DER REGION

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KULTUR IN DER REGION

KONSTANZ. «Das Spiel ist aus», die Liebesgeschichte zwischen Eve und Pierre, gehört zu Sartres erfolgreichsten und populärsten Werken. Seine Parabel über die Wiederauferstehung, die Möglichkeit einer zweiten Chance und einer Liebe jenseits der gesellschaftlichen Zwänge berührt heute noch die Sehnsüchte der Menschen. «Das Spiel ist aus» stellt die Frage nach der Realisierung von Freiheit, Liebe und Revolution in unserer entfremdeten Gesellschaft.

Premiere: Fr., 6.6., 20.00, Werkstatt

Hardly Healed

Im CH-Special auf Radio SRF3 ist Hardy Hepp aus Wallenwil mit «Hardly Healed» zu hören. Obwohl schon 1973 aufgenommen, wurde das Album erst jetzt offiziell veröffentlicht. Hepp erzählt die unglaubliche Geschichte von «Hardly Healed». 1973 in New York mit der Crème de la Crème der damaligen Studiomusiker aufgenommen, produziert von der 2013 verstorbenen Schweizer Jazzgrösse George Gruntz und finanziert von einer grossen Plattenfirma – ideale Voraussetzungen für ein erfolgreiches Album. Hepp erzählt jedoch nicht nur die Geschichte dieses «verlorenen» Albums, sondern auch die eine und andere Anekdote aus seiner seit den 60er-Jahren andauernden Karriere.

Sa, 7.6., 20–24 Uhr, SRF 3

Afrikanische Pfingsten

WINTERTHUR. Heute Samstag folgen auf Steff la Cheffe Morcheeba und Mr. Boombastic Shaggy; am Sonntag sorgen The Garifuna Collective für afrokaribische Atmosphäre, gefolgt von Fatoumata Diawara, am Abend spielen Lindigo, Rachid Taha, Mory Kanté und Magic System.

Bis So, 8.6., afro-pfingsten.ch

Ittinger Pfingsten

WARTH. Im morgigen Konzert 3 der Ittinger Pfingstkonzerte steht der Umgang mit Text im Vordergrund: Geistliche Werke von Johann Sebastian und Carl Philipp Emanuel Bach werden von einem der besten Kammerchöre Europas, dem Lettischen Rundfunkchor aus Riga, aufgeführt. Ein zweiter Fokus liegt auf Trakl-Vertonungen von Anton Webern und Paul Hindemith. Beide Komponisten greifen auf Gedichte Trakls zurück, die sie aus der Erfahrung des Ersten Weltkriegs heraus vertont haben. Neben Juliane Banse, Artist in Residence, tritt die Mezzosopranistin Katrin Wundsam auf, die gleichzeitig ihr Ittinger Début gibt.

Christian Morgenstern ist der Dreh- und Angelpunkt des Konzerts 5 am Sonntagabend: Vertonungen seiner Lieder von Hindemith und Holliger – eines seiner frühesten Werke – mit Katrin Wundsam und Juliane Banse stehen auf dem Programm. Die «Melancholie» stellt den Bezug zwischen Hindemiths Vertonungen und Carl Philipp Emanuel Bachs Triosonate «Sanguineus et Melancholicus» her. Auf der andern Seite steht William Shakespeare Pate für den Zusammenhang zwischen Carl Philipp Emanuel Bach, dessen Fantasie c-Moll von einem Freund mit Hamlets Monolog unterlegt wurde, und der Jetztzeit: Aribert Reimann hat die Strauss'schen «Ophelia-Lieder nach William Shakespeare» für Sopran und kleines Ensemble bearbeitet, die in diesem Konzert als Uraufführung zu erleben sind.

Sa, 7.6., 19.00; So, 8.6., 18.00 kartause.ch

Konstanz um 1414

KONSTANZ. Vor 600 Jahren haben sich Kardinäle, Fürsten und ein Papst in Konstanz versammelt, um die Spaltung der Kirche zu überwinden und die Ketzerei zu bekämpfen. Wie sah die Reichsstadt Konstanz zu jener Zeit aus, wie lebten die Menschen? Der Historiker Frank Martin gibt in einer Führung einen Einblick in das städtische Alltagsleben während des Konzils.

So, 8.6., 14.00, Rosgartenmuseum