«Werden Thurgau nicht unterschätzen»

Langnaus Tobias Bucher zollt dem HC Thurgau vor der heute beginnenden Playoff-Serie Respekt. Ja, er freut sich gar für den Club. Der Thurgauer Stürmer in Diensten der Emmentaler macht aber deutlich, dass ein Scheitern für seine Mannschaft nicht in Frage kommt.

Matthias Hafen
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EISHOCKEY. Die Vorzeichen vor dem Playoff-Viertelfinal gegen Thurgau sind für den NLB-Zweiten Langnau eindeutig. «Wir können eigentlich nur verlieren», sagt Tobias Bucher, der Frauenfelder, der seit 2010 im Dress der Emmentaler stürmt. «Wir haben auf dem Papier die deutlich bessere Mannschaft und müssen deshalb von Anfang an zeigen, dass es bei uns nichts zu holen gibt.» Doch die siebtplazierten Ostschweizer haben ihre letzten drei Qualifikationsspiele alle gewonnen – eines mit 4:2 gegen Langnau. Bucher: «Es war gut, dass wir nach vier deutlichen Siegen gegen sie kurz vor dem Playoff noch verloren haben. So werden wir Thurgau sicher nicht unterschätzen.»

Nicht der Wunschgegner

Der Langnauer Stürmer macht keinen Hehl daraus, dass er sich lieber einen anderen Gegner gewünscht hätte. Denn für den HC Thurgau verspürt er bei aller Professionalität Sympathien. «Ich freue mich, dass der Club nach fünf Jahren wieder einmal das Playoff erreicht hat», sagt der Frauenfelder. «Das ist wichtig für den Kanton.» Nun müsse er ausgerechnet dieses Team aus dem Playoff werfen, sagt der 25-Jährige lachend.

Dass die aufstiegswilligen Langnauer seit dem 11. Januar nie mehr zwei Spiele hintereinander gewonnen haben, macht Bucher keine Sorgen. «Wichtig ist, dass wir jetzt parat sind. Und darauf haben wir eine ganze Saison lang hingearbeitet.» Auch wenn der direkte Wiederaufstieg in die NLA nicht unbedingt schon in diesem Jahr gefordert wird, stehen Bucher und seine Teamkollegen unter Druck. «Dass wir schon im Viertelfinal ausscheiden, kommt für uns nicht in Frage.»

Thurgau ohne Sorgen

Rechtzeitig zum heutigen Playoff-Start in der Langnauer Ilfishalle sind alle Akteure des HC Thurgau wieder einsatzfähig. «Wir können aus dem vollen schöpfen», sagt Assistenzcoach Mario Kogler. Der Österreicher hatte in den vergangenen Tagen Christian Weber an der Bande vertreten, weil Thurgaus Chefcoach als Mitglied von Österreichs Trainerstaff an den Olympischen Spielen teilgenommen hatte. Weber stösst praktisch direkt aus Sotschi zum ersten Thurgauer Playoff-Auftritt seit fünf Jahren. Seine Ankunft aus Russland war gestern abend um 22 Uhr vorgesehen.

Im Gegensatz zu den meisten anderen NLB-Clubs hat es Thurgau unterlassen, sich für das Playoff zu verstärken. «Wir schenken all jenen Spielern das Vertrauen, die uns diesen Erfolg auch ermöglicht haben», sagt Geschäftsführer Roger Maier.

Die Best-of-7-Serie zwischen Langnau und Thurgau beginnt heute um 19.45 Uhr in der Langnauer Ilfishalle. Die erste Partie in der Weinfelder Güttingersreuti findet übermorgen Sonntag um 18.15 Uhr statt.

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