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Handballer Luca Spengler: «Ich werde diese Truppe vermissen»

Kriens-Luzern kämpft am Donnerstag im zweiten Playoff-Viertelfinal gegen Pfadi Winterthur um den Anschluss (Krauerhalle, 20.00). Hoffnungsträger: Luca Spengler, einer, der seine letzten Tore wirft.
Roland Bucher
Luca Spengler (am Ball) holt mit seiner kräftigen Wurfhand zum Schuss aus. Bild: Martin Deuring (Winterthur, 16. April 2019)

Luca Spengler (am Ball) holt mit seiner kräftigen Wurfhand zum Schuss aus. Bild: Martin Deuring (Winterthur, 16. April 2019)

Luca Spengler. 26 Jahre jung, eigentlich in exakt jenem Handballeralter, in dem es erst so richtig losgeht. Luca Spengler: einer von einigen (Willimann, Lengacher, Engler, Vögtli, Radovanovic), die Ende dieser Saison beim HC Kriens-Luzern abdanken. Einer, der in den letzten sechs Jahren den Verein prägte. Als Spieler, als Mensch. «Er ist ein fantastischer Typ», sagt Heiko Grimm. Der war bei Kriens fünf Jahre lang Spenglers Trainer, Coach, Ausbildner: «Ich habe von Heiko enorm viel ­gelernt und profitiert», bedankt sich der Zwei-Meter-Mann auf der linken Rückraumposition, «kurzum: Es war eine wunderschöne Zeit bei Kriens.»

Doch irgendeinmal in den letzten Monaten reifte beim Aargauer, der bei GC Amicitia vor zehn Jahren den Sprung in die NLA schaffte, der Entschluss: «Ich will frei sein.» Tun und lassen, was der Tag in Aussicht stellt. «Der Entscheid, mit Spitzensport aufzuhören, der war keiner gegen den Handball, sondern einer für meine neuen Lebensziele.» Weltenbummeln will er, mit Kollegen im Sommer Südostasien entdecken – der Flugschein nach Vietnam ist bereits auf seinen Namen ausgestellt. Im Sommer berufsbegleitend ein Studium in Richtung Sozialpädagogik beginnen – «das ist für mich eine grosse neue Herausforderung.»

Spengler darf in der Bundesliga anklopfen

Es freue ihn, sagt Heiko Grimm (42), inzwischen als Cheftrainer in der Bundesliga mit Melsungen aus den Niederungen auf Platz 5 vorgestossen, dass sein früherer handballerisch hochbegabter Schützling neue, gute, schöne Ziele verfolge, aber: «Luca hatte als Handballer so unglaublich viel Talent. Er hatte alle Voraussetzungen für eine ganz grosse Karriere. Es ist schade, dass er dem Handball verloren geht.»

Überdenke Luca Spengler seinen Entschluss vielleicht doch noch einmal, «so früh den Handball in die Ecke zu werfen», dann solle er nullkommaplötzlich bei ihm, bei Melsungen anklopfen: «Er ist ein Mann, der den Unterschied ausmacht. Solche Typen sind gefragt.» Ja, solche Typen sind heute Abend beim HC Kriens-Luzern höchst gefragt. Der will die Startniederlage im Playoff-Viertelfinal korrigieren, Pfadi Winterthur diesmal nicht nur ärgern – sondern in die Schranken weisen. «Wir haben bei der 20:25-Niederlage in Winterthur nicht alles richtig gemacht, aber wir haben gezeigt, dass wir parat sind, um das Rad doch noch zu drehen.» Noch aggressiver müsse das Team ans Werk, jede Gelegenheit wahrnehmen, um rasant aus einer starken Defensivaktion den schnellen Gegenstoss und das «leichte» Tor zu suchen. «Dann können wir Pfadi packen.»

Es soll nicht sein letztes Heimspiel sein

Ein bisschen Wehmut schwinge mit, wenn er daran denke, dass bald Schluss sei: «Ich werde diese Truppe vermissen und in Zukunft sicher hie und da auf der Tribüne für meine Kollegen mitfiebern.» Aber Schluss – genau das soll (noch) nicht sein: «Versprechen kann ich es nicht, aber hoffen will ich es sehr, dass es am Donnerstag nicht mein letztes Heimspiel für Kriens ist.»

Luca Spengler hat es in seiner kräftigen rechten Wurfhand, den Abschied möglichst lange hinauszuzögern.

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